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Gezielte Fehlinformation gefährden die bereits laufenden Bemühungen im Bologna-Prozess. HRK reagiert auf Darstellungen i

23.09.2005 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

In öffentlichen Äußerungen und jüngsten Pressedarstellungen wird suggeriert, es gebe die Forderung, Studierende nach einem 3-jährigen Bachelor-Abschluss in der Medizin in den Arztberuf oder in den Rechtswissenschaften in den Justizdienst zu entlassen. Dies wird von keinem an dem Prozess beteiligten Akteur angestrebt. Es entsteht der Eindruck, dass hier gezielte Fehlinformationen gestreut werden, um eine Verunsicherung in den Hochschulen und in der Öffentlichkeit zu bewirken. Die Veränderungen der Staatsexamensstudiengänge sind in einer ergebnisoffenen Expertendiskussion, in die die Vertreter der Disziplinen zentral eingebunden sind. Bislang sind diesen Fächern besondere Regelungen vorbehalten, über die bisher keine Entscheidungen getroffen wurden.

Die Kritiker benennen darüber hinaus die besondere Verantwortung aller Beteiligten für eine Verbesserung der Lehre an den Hochschulen. Der Bologna-Prozess, der das Ziel eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes bis zum Jahre 2010 verfolgt, ist seit 1999 zu einem Motor der Studienreform an den deutschen Hochschulen geworden. Die Hochschulen haben die Herausforderung aufgenommen und gestalten die neuen Studiengänge aktiv und konstruktiv. Hier steht selbstverständlich in allen Disziplinen die Verbesserung der Qualität der Ausbildung im Zuge der Reform im Vordergrund. Die in den Rahmenbedingungen eröffneten Gestaltungsräume müssen genutzt, die Chancen ausgelotet werden, anstatt die Diskussion lediglich auf die Länge von Studiengängen zu reduzieren.

Diesen Impetus gilt es, in Zukunft auch zur Reform der bisherigen Staatsexamensstudiengänge zu nutzen. Wesentliche Voraussetzung ist eine korrekte Informationsbasis. Boykott durch Fehlinformation ignoriert die möglichen Chancen, die der Bologna-Prozess mit sich bringt. Die zitierte Ergebniserklärung der Berliner Veranstaltung "Bachelor und Master in der Juristenausbildung" lässt außerdem die Tatsache unberücksichtigt, dass aus dem Kreise der Teilnehmer Reformbedarf an Ausbildung und Vorbereitungsdienst identifiziert und ein konkretes Konzept angemahnt wurde.

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