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Akademie Leopoldina ehrt ihren Gründer Johann L. Bausch mit einem Symposium zum 400. Geburtstag

26.09.2005 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Am 30. September und 1. Oktober 2005 findet in der Gründungsstadt Schweinfurt das Leopoldina-Symposium "Johann Laurentius Bausch - Die Gründung der Leopoldina (Academia Naturae Curiosorum) im historischen Kontext" statt. Es ist eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Stadt Schweinfurt und der Bibliothek Otto Schäfer. Am 30. September 2005 jährt sich der Geburtstag von Johann Laurentius Bausch (1605-1665) zum 400. Mal. Zusammen mit drei weiteren Schweinfurter Ärzten, Johann Michael Fehr (1610-1688), Georg Balthasar Wohlfarth (1607-1674) und Georg Balthasar Metzger (1623-1687), verdankt ihm die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ihre Existenz. Angeregt durch italienische Vorbilder gründeten diese vier Ärzte unter Leitung von Johann Laurentius Bausch am Neujahrstag des Jahres 1652 in der Freien Reichsstadt Schweinfurt die Academia Naturae Curiosorum. Den Gründern war es ein besonderes Anliegen, durch Vertiefung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse diese für die Medizin nutzbar zu machen. Die Leopoldina entstand damit kurz nach Ende des 30-jährigen Krieges acht bzw. 14 Jahre vor der Royal Society in London und der Académie des sciences in Paris, denen sie in Alter, Größe und wissenschaftlicher Relevanz vergleichbar ist.

Das Leopoldina-Symposium will versuchen, die Gestalt des Johann Laurentius Bausch in ihren biographischen, sozialen und wissenschaftsgeschichtlichen Bedingungen dazustellen sowie die Gründung der Leopoldina in den Rahmen der Akademiengeschichte des 17. Jahrhunderts einzuordnen. Dazu sind neun wissenschaftliche Fachvorträge vorgesehen, für die auch drei Referenten aus Italien und Frankreich gewonnen werden konnten. Diese Fachsitzungen finden in der Bibliothek Otto Schäfer, Judithstraße 16, 97422 Schweinfurt statt. Das Programm des Symposiums ist unter http://www.leopoldina-halle.de/bauschprog.pdf abrufbar.

Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen zur Teilnahme am öffentlichen Abendvortrag. Dieser findet am Freitag, dem 30. September 2005 um 20.00 Uhr, im Museum Georg Schäfer, Brückenstraße 20, 97421 Schweinfurt statt. Nach der Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Frau Gudrun Grieser, spricht das Leopoldina-Mitglied Professor Dr. Richard Toellner (Rottenburg) über das Thema "Die Leopoldina - eine terra incognita in der deutschen Akademiengeschichtsschreibung. Johann Laurentius Bausch zum 400. Geburtstag".

Zur Akademie Leopoldina heute
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.

Die Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Ihr gehören etwa 1200 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur- und den empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 32 Mitglieder der Leopoldina.

Weitere Informationen: http://www.leopoldina-halle.de/bauschprog.pdf - Programm des Symposiums
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