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"Gestresste" Gesteinsschmelzen und ihr Einfluss auf die Erdkruste

27.09.2005 - (idw) Technische Universität München

Internationale Tagung zu Ehren des Geologen Ron H. Vernon

Geschmolzenes Gestein, das sich jetzt in tieferen Bereichen der Erdkruste befindet, erscheint nicht nur eines fernen Tages als Granit an der Erdoberfläche, sondern es kann jetzt schon einen deutlichen Einfluss auf großräumige Bewegungen der Erdkruste nehmen oder sich gewaltsam in Vulkanen seinen Weg nach oben bahnen. Deshalb sind genaue Kenntnisse über das Verhalten von Gesteinsschmelzen - insbesondere in jenen Bereichen der Erdkruste, die unter Stress stehen - von fundamentaler Bedeutung. Zwar sind in den letzten Jahren in diesem Forschungsfeld viele neue Informationen gewonnen worden, aber nach wie vor ist die Wissenschaft weit davon entfernt, die Eigenschaften, das Verhalten und die Entwicklung von "gestressten" Schmelzen zu verstehen. Diesem Thema widmen sich Geowissenschaftler auf einer Tagung von 1. bis 4. Oktober 2005 im Kloster Seeon. Ziel der Tagung ist es, aus verschiedenen Bereichen der Geowissenschaften all jene Wissenschaftler zum Informationsaustausch und zu Diskussionen zusammen zu bringen, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten gestresster Gesteinsschmelzen beschäftigen - Gesteinsschmelzen, die schon vor vielen Jahrmillionen erstarrten oder jetzt in aktiven Vulkanen vorhanden sind, Gesteinsschmelzen, die in der Natur oder im Experiment verformt werden, und deren Strukturen vom Mikro- bis zum Makro-Maßstab reichen.

Im Laufe seines langen Forscherlebens hat Prof. Ron H. Vernon von der Macquarie University Sydney viele wichtige und innovative Beiträge zur Untersuchung von Gesteinsschmelzen geleistet. Mit dieser Tagung soll die Bedeutung seiner Forschung hervorgehoben werden. Im Jahre 2000 hielt sich Prof. Vernon als Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung für neun Monate an der Technischen Universität München auf und führte in dieser Zeit gemeinsam mit hiesigen Kollegen Untersuchungen an gestressten Gesteinsschmelzen durch.

Die Tagung wird von der Technischen Universität München (Fachgebiet Tektonik und Gefügekunde - Prof. Jörn H. Kruhl) und der Ludwig-Maximilians-Universität (Internationales Doktorandenkolleg - Prof. Hans-Peter Bunge und Prof. Donald B. Dingwell) organisiert. Diese gemeinschaftliche Organisation ist auch ein Zeichen der engen Kooperation zwischen den geowissenschaftlichen Instituten beider Universitäten, die ihren Ausdruck nicht zuletzt auch im Internationalen Doktorandenkolleg THESIS und im Münchner Geozentrum findet.

Die Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen der TU München finanziell unterstützt.
Weitere Informationen: http://Weitere Informationen zur Tagung im Internet: http://www.geo.tum.de/index.htm oder http://elite.geophysik.uni-muenchen.de/school/events.php
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