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20 Jahre Universitätsrechenzentrum: Alles begann mit vier Computern/Festkolloquium und Tag der Offenen Tür

27.09.2005 - (idw) Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Als Dr. Wolfgang Slaby am 1. Oktober 1985 Leiter des neuen Universitätsrechenzentrums an der Katholischen Universität (KU) wurde, stand er buchstäblich vor dem Nichts: Während andere Hochschulen dank Informatikern oder Naturwissenschaftlern seit Jahren über stetig gewachsene Rechenzentren verfügten, sollte an der vorwiegend geisteswissenschaftlich orientierten KU die nötige Infrastruktur nun innerhalb kurzer Zeit geschaffen werden. Denn mehrere Fakultäten und die Universitätsverwaltung sahen die Notwendigkeit eines Zentralrechners für Forschung und Administration. Für Slaby galt es nach Amtsantritt, einen Mitarbeiterstab zu rekrutieren und erst einmal die technische Grundausstattung zu beschaffen - bis dahin verfügte die KU lediglich über vier Mikrocomputer. "Da bei Gründung des Rechenzentrums kaum ,Altlasten' im Hard- und Softwarebereich vorhanden waren, konnte auf Anhieb eine moderne Infrastruktur geschaffen werden, ohne auf eingefahrene Systeme Rücksicht nehmen zu müssen", blickt Slaby zurück. Es sei zwar stets notwendig gewesen, am Puls der rasanten technischen Entwicklung zu bleiben. Jedoch dürfe man nicht jede Mode mitmachen, da Investitionen langfristig getätigt werden. "Auch wenn wir das kleinste bayerische Universitätsrechenzentrum sind, hinken wir dabei nicht hinterher, sondern sind gelegentlich auch Vorreiter", sagt Slaby.

Heute sorgen 15 Mitarbeiter dafür, dass rund 5000 registrierte Benutzer Mails verschicken, im Bibliothekskatalog recherchieren oder statistische Daten analysieren können. Für Studierende stehen kostenlos 150 öffentliche Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Neben der reinen technischen Betreuung gehört auch die Schulung und Beratung von Anwendern zu den Aufgabengebieten des Rechenzentrums. "Im Vergleich zu Naturwissenschaftlern muss Geisteswissenschaftlern der Nutzwert neuer Entwicklungen etwas nachdrücklicher näher gebracht werden", erklärt Slaby schmunzelnd.

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltet das Universitätsrechenzentrum am Donnerstag, 6. Oktober 2005, ein Festkolloquium sowie am Samstag, 8. Oktober, einen Tag der Offenen Tür. Das Kolloquium beginnt um 16 Uhr in der Aula der Universität (Kollegiengebäude D). Festvorträge halten Prof. Dr. Heinz-Gerd Hegering (Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) zum Thema "Das Hochschulrechenzentrum als Integrator der IT-Dienste in der Universität" sowie Prof. Dr. Dr. Manfred Clauss (Seminar für Alte Geschichte der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt) zur Frage "Was erwartet die Geisteswissenschaft von einem Rechenzentrum?". Professor Clauss, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der KU, initiierte zusammen mit dem Rechenzentrum 1986 eine Datenbank zu lateinischen Inschriften, die mittlerweile mehr als 300.000 Einträge enthält und in zwei Jahren alle bis dahin publizierten Epigraphien erfassen soll. Im Rahmen des Festkolloquiums wird Dr. Wolfgang Slaby außerdem die Entwicklung des Rechenzentrums skizzieren und einen Blick auf die zukünftige Perspektive werfen.

Der Tag der Offenen Tür am 8. Oktober bietet interessierten Besucher ab 10 Uhr Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen des Universitätsrechenzentrum in der ehemaligen Orangerie. Neben Führungen stehen Vorträge beispielsweise zum Thema PC-Sicherheit sowie verschiedene Präsentationen auf dem Programm. Detaillierte Informationen zum Festkolloquium und dem Tag der Offenen Tür finden sich im Veranstaltungskalender der KU unter http://www.ku-eichstaett.de.

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