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Bundesregierung beschließt Bericht zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

28.09.2005 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bulmahn: "Deutschland führend bei Bildung zur Nachhaltigkeit"

Deutschland ist bei der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung international führend. Dies bestätigt der am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene Bericht zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Diese soll die Menschen zur aktiven Gestaltung einer umweltgerechten, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechteren Zukunft befähigen. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bezeichnete sie als wichtigen Teil der nationalen Modernisierungsstrategie. "Unsere Gesellschaft muss schon in der Schule lernen, wie Zukunft nachhaltig gestaltet werden kann."

Der Bericht umfasst den Zeitraum von 2002 bis 2005 und stellt die umfangreichen Aktivitäten der Bundesregierung und der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) in einen internationalen Rahmen. Er kommt dabei zu einem rundum positiven Fazit. In den BLK-Programmen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung sieht Bulmahn gute Beispiele für die Zukunft. "Bund und Länder können bei der Modernisierung des Bildungswesens und der Integration zukunftsfähiger Bildungsinhalte erfolgreich zusammenarbeiten."

Der Bericht an den Deutschen Bundestag hebt mehrere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Länder initiierte Aktivitäten positiv hervor. Dazu gehört das Programm "21" (Bildung für eine nachhaltige Entwicklung) und das Nachfolgeprogramm "Transfer 21" (http://www.transfer-21.de/). Beide sollen die schulische Bildung am Konzept der Nachhaltigkeit orientieren. Bund und Länder finanzieren sie mit rund 23 Millionen Euro.

Für die berufliche Bildung wurde im vergangenen Jahr das Modellversuchsprogramm "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" mit fünf Modellversuchen gestartet. Es beinhaltet Strategien zur Modernisierung ländlicher Räume mit zukunftsfähigen Qualifizierungskonzepten. Ferner werden Weiterbildungskonzepte für das Handwerk entwickelt und erprobt sowie das nachhaltige Handeln von Führungskräften mit Hilfe computersimulierter Produktionsszenarien gefördert. Weitere vier Modellversuche werden im Rahmen dieses Programms in diesen Tagen gestartet (http://www.bibb.de/nachhaltigkeit).

Seit 2004 setzt das mit etwa 800 Millionen dotierte BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für die Nachhaltigkeit" (www.fona.de) einen Schwerpunkt bei dem systematischen Transfer der Forschungsergebnisse in Bildungsmaßnahmen.

Weitere Aktivitäten werden in der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) vorbereitet. Dafür hat das Nationalkomitee bei der Deutschen UNESCO-Kommission einen nationalen Aktionsplan entwickelt, der in den nächsten zehn Jahren den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bildungsbereichen in Deutschland verankern will (http://www.dekade.org). Die koordinierenden Aktivitäten der Deutschen UNESCO-Kommission werden ebenfalls vom BMBF gefördert.
Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/press/1594.php
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