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Tagung zum Austausch in der Medizin zwischen Deutschen und Polen an der Viadrina

28.09.2005 - (idw) Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Vom 29. September bis zum 2. Oktober hält die "Deutsch-Polnische Gesellschaft für Geschichte der Medizin" ihre X. Gemeinschaftstagung in Frankfurt (Oder) und Slubice ab. Das wissenschaftliche Symposium wurde seitens der "Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit" mit einem finanziellen Zuschuss unterstützt. Prof. Knefelkamp, der an der Viadrina Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte Mitteleuropas und regionale Kulturgeschichte und Vorsitzender des akademischen Senats ist, hat als Mitveranstalter mit seiner Mitarbeiterin Frau Gralak viel zur Organisation der Konferenz beigetragen. Am Donnerstag wird die Tagung, zu der über 60 Teilnehmer aus Polen und Deutschland angemeldet sind, um 19 Uhr im Senatssitzungssaal eröffnet. Der Vizepräsident der Viadrina, Professor Ulrich Häde, wird bei der Eröffnung die sich auf Reisen befindende Präsidentin, Frau Professor Gesine Schwan, vertreten. Die Arbeitstagungen werden am Freitag und Samstag in den Räumen des Collegium Polonicum in Slubice stattfinden. Zu einem gemeinsamen Abendessen treffen sich die Teilnehmer am Freitag im Ratskeller der Stadt Frankfurt.
In den wissenschaftlichen Sitzungen erörtern die Medizinhistoriker aus Polen und Deutschland Fragen deutsch-polnischer Kooperation auf den verschiedensten Gebieten der Medizin und der Naturwissenschaften in der Vergangenheit. Dabei geht es zum Beispiel um die polnische Rezeption der Entdeckungen Behrings, der 1901 für seine Serumtherapie gegen die Diphtherie den ersten Nobelpreis der Medizin erhielt, um den Vergleich der Mutter- und Säuglingsfürsorge in Deutschland und Polen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, um polnische Autoren in Berliner medizinischen Zeitschriften des 19. Jahrhunderts oder um die Erhaltung und Pflege von deutschen und polnischen Kulturgut an der medizinischen Akademie in Breslau. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf der nicht-akademischen Medizin und der Volksmedizin, die in der Vergangenheit in beträchtlichem Ausmaß die medizinische Versorgung der Bevölkerung, besonders in ländlichen Gebieten, bestimmte. Dabei wird auch genauer untersucht, wie die Menschen in ausgewählten ländlichen Regionen durch Selbsthilfeaktivitäten ihre Gesundheit wieder herstellen wollten und wie medizinische Selbsthilfe und professioneller Medizin ineinander griffen.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Heinz-Peter Schmiedebach
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Martinistraße 52, D-20246 Hamburg
E-Mail: p.schmiedebach@uke.uni-hamburg.de
Telefon: (040) 42803-2140

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