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Neue Leitung für die IUB School of Engineering and Science

29.09.2005 - (idw) International University Bremen

Zum 1. Oktober 2005 übernimmt der Physiker Professor Dr. Dr. h. c. Bernhard Kramer als Vice President und Academic Dean die Leitung der School of Engineering and Science der International University Bremen (IUB). Er löst damit Professor Dr. Gerhard Haerendel ab, der seit 2000 die IUB School für Natur- und Ingenieurwissenschaften leitete und wesentlich für ihren Aufbau verantwortlich war. Der international renommierte Physiker Bernhard Kramer (http://www.iu-bremen.de/directory/06446/index.php) übernimmt seine Aufgaben an der IUB nach mehr als 35 Jahren Forschungs- und Lehrtätigkeit in der physikalischen Grundlagenforschung mit besonderem Schwerpunkt in der Theoretischen und Nanostruktur-Physik. Eine wichtige Station seiner wissenschaftlichen Laufbahn, die 1969 mit seiner Promotion in Physik an der Universität Marburg begann, war seine 15-jährige Tätigkeit als Direktor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Dort war er wissenschaftlicher Leiter der Forschungsgruppe "Physikalische Grundlagen" und nahm gleichzeitig eine Professur an der Universität Dortmund wahr. Zudem zeichnet den Autor von über 250 Fachartikeln und 10 Büchern eine reiche internationale Erfahrung als Gastprofessor an verschiedenen Universitäten in Großbritannien, Italien, Japan und den USA aus. Zuletzt hatte er einen Lehrstuhl für Theoretische Physik der Universität Hamburg inne, wo er für vier Jahre, von 1995 -1998, als Sprecher und Dekan den Fachbereich Physik leitete. Die NATO zeichnete ihn mehrfach für seine Organisations- und Lehrtätigkeit im Rahmen von NATO Advanced Study Institutes (ASIs) aus. Seinen Ehrendoktortitel erhielt 2003 von der TU Chemnitz.

"Die School of Engineering and Science der IUB hat mit dem Aufbau moderner, innovativer Bachelor-Studiengänge und erster Graduierten-Programme in den ersten fünf Jahren einen fulminanten Start hingelegt. Auch die Forschung ist auf einem sehr guten Weg." sagte Professor Kramer anlässlich seines Amtsantritts. "Wichtig für die Zukunft wird es sein, die Stärken der School noch stärker zu machen: Hierbei geht es vor allem um Identifizierung von und Fokussierung auf Exzellenzbereiche und die Etablierung der IUB als eine Eliteschmiede in Forschung und Lehre im nationalen und internationalen Umfeld", so Kramer.

Professor Dr. Gerhard Haerendel (http://www.iu-bremen.de/directory/ghaerendel/index.php), Gründungsdekan der IUB School of Engineering and Science, wünschte seinem Nachfolger viel Glück bei der Fortführung seiner Aufgaben. "Ich bin stolz darauf, meinem Nachfolger eine voll funktionsfähige School zu übergeben, die über eine ausgezeichnete Laborausstattung verfügt und die ihr Lehrangebot zu mehr als 90 % aus eigenen Kräften erfüllen kann." Seine größte Herausforderung sei es gewesen, für die gesamte wissenschaftliche Breite der in der School vertretenen Disziplinen Sachverständnis zu entwickeln und Potenzial für Exzellenz zu erkennen, so der scheidende Dean und IUB Vice President. "Als meinen größten Erfolg sehe ich es an, dass die School bei einer gegenwärtigen Größe von mehr als 50 Professoren und zusätzlichen Dozenten als Einheit ohne Fragmentierung in Fachbereiche funktioniert, wie es konzeptionell an der IUB vorgesehen ist. Nicht zuletzt ist dies aber auch einer Fakultät zu verdanken, die sich durch Jugend, enthusiastisches Engagement in Forschung und Lehre und gute interne Kommunikation auszeichnet," so Haerendel.

Sein Amt als Dean der IUB School für Natur- und Ingenieurswissenschaften hatte Gerhard Haerendel im Herbst 2000 angetreten. Zuvor war er fast 40 Jahren in der Weltraumforschung tätig. Seine Laufbahn zeichnet sich durch Leitungstätigkeiten in zahlreichen internationalen Gremien und Institutionen der Weltraumforschung aus. Wichtigste Station war seine langjährige Tätigkeit als Direktor am Münchner Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik von 1972 bis 2000. Von 1994 bis 2002 war er Präsident der weltweiten Weltraumforschervereinigung Committee on Space Research (COSPAR). Seit fast zehn Jahren ist er Co-Direktor des Skinakas-Observatoriums in Kreta und seit 2003 Präsident des European Space Science Committee. Gerhard Haerendel lehrt seit 1987 als Honorarprofessor an der TU Braunschweig und war Gastprofessor an den amerikanischen Universitäten von Iowa und Berkeley. Er ist vielfach international ausgezeichnet worden und Autor von über 250 Fachpublikationen.

An der IUB School of Engineering and Science (http://www.iu-bremen.de/schools/ses/)forschen und lehren gegenwärtig insgesamt 54 Professorinnen und Professoren und weitere Lehrkräfte. Das breite Fächerspektrum reicht von Mathematik und den grundlegenden Naturwissenschaften Chemie, Physik und Biologie bis hin zu Spezialfächern wie Astrophysik, oder, innerhalb der Lifesciences, Biochemie und Zellbiologie. Der Ingenieurbereich ist mit den Kommunikations- und Biotechnologien vertreten. Graduiertenprogramme und Promotionsmöglichkeiten werden in 7 Fachrichtungen angeboten. Als Forschungsuniversität bietet die IUB modernste Forschungs- und Praktikumslabore. Ein Verhältnis von Studenten zu Lehrkräften von etwa 8:1 garantiert individuelle Betreuung und enge Kontakte mit den Professoren.


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