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Naturathlon-Finale zum Vortag der Deutschen Einheit

30.09.2005 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Naturathlon-Finale zum Vortag der Deutschen Einheit
BfN-Präsident Hartmut Vogtmann:
- Naturathlon wirbt für Schutz und Erhaltung des "Grünen Bandes"
- Deutschland ist durch ökologisches Tafelsilber reicher geworden

Bonn, 30. September 2005: Am Vortag der Deutschen Einheit endet das große Natursport-Ereignis NATURATHLON in der thüringischen Stadt Creuzburg. Im "Naturpark Eichsfeld, Hainich, Werratal" und in direkter Nähe zum Nationalpark Hainich werden die zwölf Natursportler am Sonntag ihr Ziel erreichen. Ihre Erlebnisreise führte sie entlang des "Grünen Bandes", der ehemaligen innerdeutschen Grenze, durch National- und Naturparke, Biosphärenreservate und viele Naturschutzgebiete.

"Den Abschluss des NATURATHLON haben wir sehr bewusst auf das Wochenende zur Deutschen Einheit und in die Stadt Creuzburg gelegt", sagte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Dr. Hartmut Vogtmann. "Heute ist eine Tour entlang des "Grünen Bandes" eine Selbstverständlichkeit, vor 16 Jahren wäre dies unmöglich gewesen. Wenn morgen viele Menschen aus Ost und West die Sportler auf ihrer letzten Etappe begleiten werden, zeugt das nicht nur vom gewachsenen öffentlichen Interesse an Natur und Landschaft, sondern es steht auch symbolisch für die gemeinsame Wegstrecek im Prozess der deutschen Einheit. Ganz nach dem Motto des diesjährigen NATURATHLON: Natur vereint."

Das "Grüne Band" ist nicht nur ein grünes Juwel in der Industrielandschaft Mitteleuropas. Es ist zugleich auch Publikumsmagnet und wird so zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Regionen. Die Beliebtheit der Naturgebiete am Band steigt. Mit einem sanften Tourismus und naturverträglichen Sportangeboten gelingt es, den Menschen die Einzigartigkeit des "Grünen Bandes" nahe zu bringen, ohne die Landschaft zu zerstören und die Artenvielfalt zu gefährden.

Kurz vor dem Ende der NATURATHLON-Erlebnisreise zwischen Ostsee und Dreiländereck (Bayern, Sachsen, Tschechien) zog der BfN-Präsident Bilanz: "Der Naturathlon hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, über welchen Naturreichtum das wiedervereinte Deutschland verfügt. Die zwölf Naturathleten beweisen, dass Natur und Landschaft sportlich erlebt werden können, ohne sie zu schädigen."

Vogtmann zeigte sich sehr erfreut darüber, dass mit dem Projekt NATURATHLON bestehende Allianzen vertieft und neue für den Naturschutz geschlossen worden seien. Wieder habe der NATURATHLON vielerorts Sportler und Naturschützer an einen Tisch geholt und so den begonnen Diskussionsprozess weiter vertieft, der das Ereignis als solches auch diesmal überdauern werde.

Hintergrund: Wiedervereinigung und Naturschutz

Gleich nach der Wende im November 1989 begann eine enge Zusammenarbeit von ost- und westdeutschen Naturschützern. In den wenigen Monaten bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die wichtigsten Naturräume Ostdeutschlands als Nationalpark, Biosphärenreservat oder Naturpark unter Schutz gestellt und so für kommende Generationen bewahrt. 789 Naturschutzgebiete, 402 Landschaftsschutzgebiete und 9100 Naturdenkmale wurden in das gemeinsame Deutschland eingebracht. Ein besonderes Geschenk zur Wiedervereinigung waren fünf Nationalparke, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparke - das "Tafelsilber der deutschen Einheit", wie der damalige Bundesumweltminister Töpfer es nannte.
Vor allem dem damals stellvertretenden Umweltminister Dr. Michael Succow ist es zu verdanken, dass auf der letzten Ministerratssitzung am 12. September 1990 insgesamt 4,5 Prozent der damaligen DDR-Landesfläche unter Naturschutz gestellt wurden. In Verbindung mit den Flächen der ehemaligen innerdeutschen Grenze zieht sich anstelle eines Eisernen Vorhangs nun ein "Grünes Band" durch Deutschland und Europa.

Mit viel Idealismus konnten diese einzigartigen Lebensräume gesichert und einem naturverträglichen Tourismus geöffnet werden. Zugleich unterstützt der Bund die neuen Bundesländer mit beträchtlichen Mitteln, um das reiche Naturerbe des Ostens nachhaltig zu schützen. So fördert das Bundesamt für Naturschutz mit den Geldern des Bundesumweltministeriums derzeit 14 Naturschutz-Großprojekte gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung und 14 Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben in den neuen Ländern und es betreibt zwei eigene Außenstellen im Osten: eine auf der Insel Vilm bei Rügen und eine in Leipzig.

Hinweis an die Medien:
Ausrichter des NATURATHLON 2005 sind das Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem BUND-Projektbüro Grünes Band und dem Kuratorium Sport und Natur.


Allgemeine Rückfragen im Pressebüro des BfN 0228-8491-280
Das mobile Pressebüro Naturathlon ist ab dem 28.9.2005 unter folgenden Nummern zu erreichen:
Reinhard Schneider, Presseteam Naturathlon-Süd, 0173-2763546
Franz Emde, Presseteam Naturathlon-Nord, 0172-2027081
Foto- und Filmmaterial ist beim Presseteam erhältlich.
Weitere Informationen zum Naturathlon 2005 und Grünen Band erhalten Sie unter:
www. naturathlon.de

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