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Biologie und Medizin: Uni Würzburg international überdurchschnittlich

13.12.2002 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

In der biologisch-medizinischen Forschung ragt die Universität Würzburg sowohl im internationalen als auch im deutschlandweiten Vergleich deutlich hervor. Das ergibt sich aus einer neuen Studie, die im Auftrag des Bundesforschungsministeriums durchgeführt wurde.

Das Ministerium hatte das Zentrum für Wissenschafts- und Technologiestudien in Leiden (Niederlande) damit beauftragt, die wissenschaftliche Leistung der deutschen medizinisch-biologischen Forschung zu bestimmen. Hierzu wurde analysiert, was die Forscher publizieren und wie die anderen sie zitieren: Wird eine Veröffentlichung sehr oft zitiert, so ist das ein Gradmesser für ihre Qualität und wissenschaftliche Bedeutung.

Für ihre Studie entwickelten die Leidener ein spezielles Werkzeug: Sie nahmen die durchschnittliche Zitationsrate pro Publikation einer Universität und setzten sie ins Verhältnis zum weltweiten Durchschnitt. Daraus ergibt sich eine "Relative Zitationsrate", die als Maß für den wissenschaftlichen Einfluss sowie für die internationale Sichtbarkeit und Akzeptanz der Forschung einer Universität dient. Der Weltdurchschnitt wird im wesentlichen durch die USA, Kanada, Westeuropa und Japan bestimmt und gleich eins gesetzt. Ein Wert größer als eins bedeutet überdurchschnittlich, ein Wert kleiner als eins unterdurchschnittlich.

Medizin und Biologie an der Uni Würzburg erreichen für 1989 bis 1998 einen Gesamtwert von 1,18. Das heißt: Die englischsprachigen medizinisch-biologischen Publikationen der Universität werden zu 18 Prozent häufiger zitiert als die weltweite Durchschnittspublikation. Damit gehört Würzburg zur Spitzengruppe der deutschen Universitäten - zusammen mit Heidelberg (1,40), der Technischen Uni (TU) München (1,30), Freiburg (1,29) und der Uni München (1,18).

Auch beim Anteil der häufig zitierten Publikationen an allen Veröffentlichungen hat die Uni Würzburg die Nase vorn: 17,6 Prozent ihrer Publikationen in Medizin und Biologie werden besonders häufig zitiert. Damit liegt Würzburg hinter Heidelberg (18,9 Prozent) und der TU München (18,2), aber noch vor Erlangen-Nürnberg (16,7), der Uni München (16,6) und der Humboldt-Uni Berlin (16,1).

Die Niederländer haben die Ergebnisse ihrer Studie außerdem nach fünf Forschungsbereichen aufgeschlüsselt. Hier findet sich die Uni Würzburg in allen Bereichen mehr oder weniger deutlich über dem Weltdurchschnitt - ein Ergebnis, das keine andere deutsche Universität erreicht.

In der klinischen Medizin liegt Würzburg 14 Prozent über dem Weltdurchschnitt und erreicht damit Rang sieben unter den deutschen Universitäten. Im Bereich "Basic Life Sciences" (Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Biotechnologie, Angewandte Mikrobiologie, Zellbiologie, Entwicklungsbiologie, Genetik, Mikrobiologie und Reproduktionsbiologie) befindet sich Würzburg drei Prozent über dem Durchschnitt und erzielt Rang acht.

Satte 30 Prozent über dem weltweiten Mittel liegt Würzburg in der Kategorie "Biomedical Science" (Anatomie, Morphologie, Andrologie, Zytologie, Histologie und Embryologie) - das ergibt Platz zwei hinter Heidelberg. Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie erzielen sogar 34 Prozent mehr und somit Rang zwei hinter der Uni Bremen. In der Kategorie "Food and Nutrition" (Nahrung und Ernährung) schließlich erreicht Würzburg Platz zwei hinter Düsseldorf und liegt stolze 51 Prozent über dem Weltdurchschnitt.
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