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Wissenschaftler diskutieren Artenvielfalt auf der Makro- und Mikroskala

04.10.2005 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Von 5.-7.10.2005 findet am GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit der internationale Workshop "Development and control of functional bioversity at micro- and macroscales" statt. Er wurde von der Arbeitsgruppe "Biodiversität" in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren e.V. initiiert. "Ziel des Workshops ist es, in einem interdisziplinären Ansatz zu diskutieren, wie die Artenvielfalt, die Biodiversität, welche Grundlage alles Leben auf der Erde ist, erfasst, bewertet und erhalten werden kann", so Prof. Dr. Anton Hartmann vom GSF-Institut für Bodenökologie, Abteilung Rhizosphärenbiologie, der das Treffen koordiniert.

Dazu werden erstmals Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Pflanzen- und Tierökologie, welche die Biodiversität auf der Makroskala untersuchen, mit mikrobiellen Ökologen diskutieren, welche sich mit der Diversität von Mikroorganismen, also Bakterien und Pilzen, auf der Mikrometerskala befassen. Ihnen allen geht es um die Frage, wie die Funktionen von Ökosystemen mit der Diversität der Organismen dieser Ökosysteme zusammenhängen. Die Referenten kommen aus den USA, aus Norwegen, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Schweiz und Deutschland. Im wissenschaftlichen Komitee sind Vertreter der fünf Helmholtz-Zentren vertreten, die sich mit der Umweltforschung befassen.

Schwerpunkte des Workshops sind die verschiedensten Ökosysteme, also terrestrische, limnische und marine Systeme mit dem Fokus auf den Wechselwirkungen zwischen Mikroorganismen und Pflanzen, Tieren und dem Menschen. Wichtige Fragestellungen werden sein: Wie ist die makroskopisch sichtbare Vielfalt der Tiere und Pflanzen mit der mikrobiellen Vielfalt verbunden und umgekehrt? Gibt es Indikatoren oder Frühwarnsignale für Veränderungen der Biodiversität in Ökosystemen, die durch den Eingriff des Menschen, etwa Umweltverschmutzung oder Klimaveränderung, hervorgerufen werden?

Als Ergebnis des Workshops wird erwartet, dass die interdisziplinäre Diskussion zwischen Experten, die in sonst getrennten Wissenschaftsfeldern arbeiten, einen wesentlichen Fortschritt im Verständnis wichtigen Fragen der Biodiversität bringen wird.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Anton Hartmann
GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Abteilung Rhizosphärenbiologie
Tel.: 089. 3187 - 4109
E-Mail: anton.hartmann@gsf.de

Neuherberg, 4. Oktober 2005
Weitere Informationen: http://www0.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2005/biodiversity.php
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