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Hexal-Förderpreis 2005 an Magdeburger Tumorforscher verliehen

26.10.2005 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Der diesjährige Hexal-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs wurde am 26. Oktober 2005 an Privatdozent Dr. med. Christian Mawrin vom Institut für Neuropathologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg überreicht. Die Medizinische Fakultät Magdeburg und der Stifter, die Hexal AG mit Sitz in Holzkirchen und ihrer Produktionsstätte Salutas Pharma GmbH in Barleben, würdigen mit dieser Auszeichnung herausragende Leistungen junger Nachwuchswissenschaftler. Seit 1997 wird dieser Forschungspreis jährlich verliehen; die mit 10 000 Euro dotierte Anerkennung wird demnach zum neunten Mal vergeben. Die Krebsforschung sucht dringend nach Ansätzen für neue Behandlungsmöglichkeiten neben herkömmlichen Methoden wie Chemo- oder Strahlentherapie. Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich seit einigen Jahren auch der Hexal-Preisträger 2005, PD Dr. Christian Mawrin. Der 33-jährige Wissenschaftler untersucht in seinen Arbeiten das biologische Verhalten von malignen Tumoren des zentralen und peripheren Nervensystems. Dabei steht insbesondere bei malignen Hirntumoren die Charakterisierung von Mechanismen im Vordergrund, welche sowohl die explosionsartige Zellteilung der Tumorzellen, als auch die Neubildung von Tumorblutgefäßen hemmend beeinflussen. Das Verständnis solcher neuartiger Mechanismen kann dazu beitragen, effektive Medikamente zur Hemmung der Tumoraktivität zu entwickeln.

Zur Person: PD Dr. med. Christian Mawrin, Jahrgang 1972, hat von 1992 bis 1999 an der Otto-von-Guericke-Universität Humanmedizin studiert. Seine Arzt im Praktikum-Zeit absolvierte der gebürtige Magdeburger nach dem Staatsexamen am hiesigen Uni-Institut für Neuropathologie. In dieser Zeit promovierte er auch. Anschließend nahm er eine Tätigkeit als Assistenzarzt in der Neuropathologie auf. Anfang 2003 wurde er zum wissenschaftlichen Assistenten (C1) berufen; im September 2005 habilitierte er sich für das Fach Neuropathologie. Seit Juli diesen Jahres ist Dr. Mawrin kommissarischer Leiter des Institutes für Neuropathologie. Von Oktober 2002 bis April 2003 absolvierte er einen Forschungsaufenthalt am Walter Reed Army Institute of Research (WRAIR) in Washington DC, USA. Als Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen hat Dr. Mawrin das Graduierten-Stipendium 2003 der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung erhalten, eine Auszeichnung speziell für Nachwuchswissenschaftler, die durch besonders gute Publikationen bemerkenswerter Forschungsergebnisse oder die Erarbeitung innovativer Forschungshypothesen auf sich aufmerksam gemacht haben. Außerdem wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie(DGNN) mit dem Theodor-Schwann-Forschungspreis 2004 geehrt.

Für Redaktionen:
Ein Foto von PD Dr. med. Christian Mawrin stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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