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"Zu den Kältepolen der Erde" jetzt im Buchhandel!

26.10.2005 - (idw) Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Deutsche Polarforschung nach dem Zweiten Weltkrieg

Passend zum 25-jährigen Jubiläum des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven erscheint mit "Zu den Kältepolen der Erde" ein umfassendes Buch zur deutschen Polarforschung im Buchhandel. Das Werk von Klaus Fleischmann verfolgt die Geschichte der Polarforschung in West und Ost von den ersten schüchternen Ansätzen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Tag und gibt einen Ausblick auf die Aufgaben, die auf die deutsche und internationale Forschung in der Zukunft zukommen werden.

Ein sachkundiger Autor

Dr. Klaus Fleischmann, geboren 1941 in München, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Erlangen und München. Durch seine Tätigkeit in den Geschäftstellen des Wissenschaftsrates, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der International Foundation for Science in Stockholm und als Geschäftsführer der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren erhielt der Autor Einblick in unterschiedliche Bereiche der Wissenschaftsverwaltung und des Wissenschaftsmanagements und lernte die Verflechtungen zwischen Wissenschaft, Politik und Verwaltung intensiv kennen. Dies ermöglichte ihm, Aktendarstellungen und Berichte der befragten Zeitzeugen zu den verschiedenen Phasen der deutschen Polarforschung in Einklang zu bringen.

Neuanfang mit Hindernissen

Nach einem Rückblick auf die Erfolge bis 1938/39 wird beginnend mit den ersten Polarexpeditionen in den späten 60er Jahren die Geschichte der ostdeutschen und westdeutschen Polarforschung nach dem Kriege geschildert. Während die ostdeutsche Polarforschung schon ab 1959 fast jedes Jahr im Rahmen der "Sowjetischen Antarktis-Expedition" regelmäßig meteorologische, geodätische, glaziologische, später auch geologische und biologische Forschungsarbeiten durchführte und ab 1976 ein eigenes Forschungslabor, die spätere "Georg-Forster-Station", in der Antarktis unterhielt, blieben die Aktivitäten in Westdeutschland zunächst eher sporadischer Natur.

Erst Mitte der 1980er Jahre begannen die Erforschung von Krill und antarktischen Fischbeständen durch die Bundesforschungsanstalt für Fischerei in Hamburg und geologische Arbeiten in der Antarktis durch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Wirklich intensiviert wurde die westdeutsche Polarforschung aber erst durch den Beitritt Westdeutschlands zum Antarktis-Vertrag 1978 und der Aufnahme 1981 in dessen wichtige "Konsultativrunde". Quasi als Eintrittsgeld wurde im Juli 1980 das Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung in Bremerhaven gegründet, Anfang 1981 die ständig besetzte Georg-von-Neumayer-Station eingerichtet und bis Dezember 1982 Polarstern als Forschungs- und Versorgungsschiff in Dienst gestellt. Damit hatte Deutschland erstmals in seiner Geschichte ein zentrales Institut für Polarforschung, in das in den Folgejahren das "Institut für Meeresforschung" in Bremerhaven, nach der Wende die ostdeutschen Polarforscher und später die "Biologischen Anstalt Helgoland" integriert wurden. Heute ist die deutsche Polarforschung ein wichtiger und angesehener Partner in vielen internationalen Programmen. In seinem Grußwort resümiert Altbundeskanzler Helmut Schmidt dies mit der Feststellung: "Die Wissenschaft hat die ihr gebotene Chance genutzt. Mit der Entscheidung vom Dezember 1979 bin ich auch im Nachhinein sehr zufrieden und auch ein wenig stolz".

Am Ende des Buches gibt der heutige Direktor des Alfred-Wegener-Instituts, Professor Dr. Jörn Thiede einen Ausblick auf die Aufgaben für die Polarforschung der Zukunft.

"Zu den Kältepolen der Erde" entstand im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und ist über den Buchhandel zu beziehen (344 Seiten, 328 Farb- und 65 S/W-Fotos, 53 meist farbige Abbildungen, ISBN 3-7688-1676-1, Preis 26,00 Euro, Delius Klasing Verlag, Bielefeld, www.delius-klasing.de).

Bremerhaven, den 26. Oktober 2005
Bitte senden Sie uns bei Veröffentlichung einen Beleg.

Hinweis für Redaktionen: Ihr Ansprechpartner in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Dr. Ude Cieluch (Tel. 0471 / 4831-2008; E-Mail: medien@awi-bremerhaven.de).


Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

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