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Polens früherer Botschafter Dr. habil. Jerzy Kranz forscht an der Freien Universität Berlin

17.12.2002 - (idw) Freie Universität Berlin

Humboldt-Stipendium für Völkerrechts-Projekt.

Der polnische Völkerrechtler und Diplomat Dr. habil. Jerzy Kranz kommt ab Januar 2003 als Humboldt-Forschungsstipendiat an den Fachbereich Rechtswissenschaft der FU Berlin. Kranz, Schüler des früheren polnischen Außenministers, Prof. Krysztof Skubiszewski, wirkte von Frühjahr 2001 bis zum vergangenen November als Botschafter Polens in Deutschland. Für sechs Monate wird er nun, betreut durch den juristischen Dekan, Prof. Dr. Philip Kunig, zum Thema "Neue völkerrechtliche und politische Aspekte der Anwendung bewaffneter Gewalt" arbeiten. Spezielles Interesse gilt dabei den Reaktionen auf den internationalen Terror seit dem 11.9.2001.

Kranz engagiert sich seit langem intensiv im deutsch-polnischen Dialog und gilt als ausgezeichneter Kenner des Verhältnisses beider Staaten. Er befürwortet den Beitritt Polens zu NATO und EU als Schlüssel zur Verständigung, seit er Anfang der Neunziger Jahre am deutsch-polnischen Freundschaftsvertrag mitwirkte. In der Folgezeit befasste er sich in wissenschaftlichen Veröffentlichungen verstärkt mit der polnischen Vertreibungsdebatte, nationalen Minderheiten und dem europäischen Einigungsprozess.

Im Juni 2001 sprach Kranz an der FU im Rahmen des Ambassador-Kollegs über gemeinsame Verantwortung und Interessen von Polen und Deutschen. Mit seiner engen Verbundenheit zur FU Berlin setzt er eine akademische wie außenpolitische Tradition der Polnischen Republik fort. So hatte etwa sein Lehrer, Prof. Skubiszewski, am 8. Mai 1995 an der FU eine Grundsatzrede zum deutsch-polnischen Verhältnis im europäischen Kontext gehalten. 1999 war dem damaligen Außenminister Prof. Wladislaw Geremek die Ehrendoktorwürde des Otto-Suhr-Institutes der FU verliehen worden.

In Konsequenz der europäischen Orientierung Polens richtet Kranz nun sein wissenschaftliches Augenmerk auf gemeinsame, multilaterale Sicherheitsinteressen und kehrt zu globalen völkerrechtlichen Fragestellungen zurück, wie er sie schon seit den 70er Jahren bearbeitet hatte. Sein von der Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft ermöglichtes Forschungsprojekt "Neue völkerrechtliche und politische Aspekte der Anwendung bewaffneter Gewalt" behandelt die sich wandelnde Sicherheits- und Völkerrechtslage seit dem 11. September 2001 und hat hoch aktuelle politische Bezüge bis hin zur Frage militärischer Gewaltanwendung gegen den Irak.


Weitere Informationen gibt Ihnen gerne:
Univ.-Prof. Dr. Philip Kunig, zu erreichen über das Dekanat des Fachbereichs Rechtswissenschaft der FU, Van`t-Hoff-Straße 8, 14195 Berlin, Telefon: (030) 838-52188, eMail: fbvrecht@zedat.fu-berlin.de. Dr. habil. Kranz ist über das Dekanat erst ab Mitte Januar 2003 erreichbar.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Stefan Brunner
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