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RUB-Pressestelle: Danke, frohe Festtage und alles Gute für 2003

20.12.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Danke,
frohe Festtage und
alles Gute für 2003


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Ihnen ein frohes Fest und ein glückliches neues Jahr 2003. Zugleich danke ich Ihnen für Ihre publizistische Begleitung im Jahr 2002. In einer Zeit, in der internationale Vergleiche dem deutschen Bildungs-, Hochschul- und Forschungswesen mittlere bis untere Rangplätze und eine Unterfinanzierung bescheinigen, die Hochschulpolitik darauf aber mit unklaren Voten und auch finanziellen Restriktionen antwortet, ist uns Ihre wohlwollende publizistische Aufmerksamkeit eine große Hilfe.

Umfassende Reformen

Die Ruhr-Universität Bochum hat im Jahr 2002 ihre Politik der umfassenden Reformen fortgesetzt. Nachdem sie zahlreiche weitere Bachelor-/Master-Studiengänge beschlossen und - bis auf wenige Ausnahmen - flächendecken eingeführt hat, bekam sie vom NRW-Wissenschaftministerium als eine von zwei Hochschulen in NRW die Genehmigung, auch die Lehrern nach einem gestuften Modell auszubilden. Sie studieren in Bochum seit Beginn dieses Wintersemesters zunächst zwei Fächer bis zum regulären Bachelor-Abschluss, erwerben in dieser Zeit im Optionalbereich auch für Lehrer notwendige Schlüsselqualifikationen ("soft skills"), bevor sie dann in der Masterphase sich für die Spezialisierung auf den Lehrerberuf entscheiden. Flexibilität für den Arbeitsmarkt und eine spezifische Ausbildung machen diese konsekutive Studienreform aus.

Eine Uni auch für Schüler

Mit einer "SchülerUni Bochum" sowie dem Baubeginn eines großen Schülerlabors, den die Krupp-Stiftung mit 2,5 Mio. Euro fördert, konnte die RUB in 2002 auch ihre Attraktivität für Schulen und Schüler verstärken. Während in der "SchülerUni" besonders leistungsstarke und hochmotivierte Schülerinnen und Schüler die Chance haben, neben ihrem Schulbesuch bereits in ausgewählten Vorlesungen und Seminaren der RUB Leistungsnachweise zu erwerben, die ihnen später im Studium anerkannt werden, will die RUB mit dem Schülerlabor eine Brücke schlagen zwischen Schulwissen und aktueller Forschung und den Schülern die Orientierung bei der späteren Studienwahl erleichtern. Keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung zur Schule zu sein, ist das Ziel dieses Schülerlabors.

Meilensteine in der Forschung

Meilensteine hat die RUB auch in der Forschung in 2002 gesetzt. Die Nachricht eines besonderen Erfolges kann vor wenigen Tagen aus der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Bochum: Obwohl die DFG für 2003 mit weniger Geld als geplant auskommen muss, hat sie der RUB einen neuen Sonderforschungsbereich in der Plasmaphysik bewilligt und die Förderung von zwei weiteren SFB der RUB für die nächsten drei Jahre bewilligt - ein warmer Geldregen für international ausgewiesene Spitzenforschung. Darüber hinaus hat die RUB die Reform der Karrierewege für Wissenschaftler begrüßt und 32 Juniorprofessuren ausgeschrieben; davon konnte sie bis dato 20 besetzen. Damit ermöglicht sie jungen Wissenschaftler bereits frühzeitig selbstständig zu forschen und zu lehren, sich also in sechs Jahren zu bewähren.

"Wir wollen Sie loswerden"

Mit der ersten und sehr gut besuchten Auslandsmesse "Grenzenlos" konnte die RUB bei Studierenden und Schülern die Lust auf ein Studium im Ausland wecken. Sie erweist sich damit nicht nur als gute Gastgeberin für die zahlreichen ausländischen Studierenden und Wissenschaftlerinnen in Bochum, sondern wird auch ihrer Verantwortung gerecht, indem sie die Karriere der eigenen Studierenden mit einem Aufenthalt im Ausland fördert.


RUB vor Generationenwechsel

Mit diesen Initiativen und Reformen geht die RUB optimistisch und gestärkt in die Zukunft. Dennoch steht das neue Rektorat, das erst im Februar durch zwei weitere Prorektoren komplettiert werden wird, vor schwierigen Aufgaben. Die RUB steht erneut vor einem großen und für einige Fächer einschneidenden Generationenwechsel: In den nächsten fünf Jahren scheiden aus Altergründen 27 Prozent - 105 von 388 - Professoren und Professorinnen aus. Hier gilt es trotz immer schwierigeren finanziellen Rahmenbedingungen herausragende neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen, um weiterhin Spitzenleistungen in der Forschung und gute Lehre in den Studiengängen gewährleisten zu können.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Die RUB erweist sich seit Jahren alles in allem als innovativ und reformbereit, und sie wird immer für realisierbare, vernünftige Reformideen auch in der Zukunft kämpfen. Allerdings muss dafür die Politik die Rahmenbedingungen weiter verbessern und den Hochschulen Planungssicherheit garantieren.

idw - und in eigener Sache

Noch ein Satz in eigener Sache: Für Sie, unsere Ansprechpartner in den Medien, haben wir - die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Bayreuth und die TU Clausthal - in den letzten Jahren den "Informationsdienst Wissenschaft" (idw) aufgebaut und betrieben. Die Journalisten nehmen diese Wissenschaftsnachrichtenagentur sehr gut an und nutzen sie mit zunehmender Tendenz. Im abgelaufenen Jahr konnten wir mit der Gründung eines Trägervereins den idw auf sichere juristische Basis setzen. Mittlerweile hat der idw mehr als 500 Mitglieder (Hochschulen und Forschungseinrichtungen); sie nutzen ihn für ihre Öffentlichkeitsarbeit, fast 20.000 Abonnenten von Pressemitteilungen, darunter 5.000. Journalisten.

Auf gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr

Für die RUB hoffe ich mit meinen Mitarbeitern auf Ihre weitere publizistische Aufmerksamkeit auch im nächsten Jahr, und wir freuen uns auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit kollegialen Grüßen

Dr. Josef König
für das Team der Pressestelle
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