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Erstes Treffen des europäischen Lungen-Verbundprojektes "Pulmotension"

31.01.2006 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Einladung zur Pressekonferenz am 10. Februar 2006 um 12.30 Uhr im Hotel Steinsgarten in Gießen

Im medizinischen EU-Großprojekt "Pulmotension", das seit Jahresbeginn 2006 von der Justus-Liebig-Universität Gießen aus koordiniert wird, befasst sich ein interdisziplinärer Expertenverbund in den nächsten vier Jahren systematisch mit der Erforschung des Lungenhochdrucks. Unter Leitung von Prof. Dr. Werner Seeger vom Lungenzentrum Gießen (University of Giessen Lung Center, UGLC) treffen sich am 9. und 10. Februar 2006 die Vertreter von 31 Partnerinstitutionen aus 14 europäischen Ländern erstmals in Gießen. Für das moderne umfassende Forschungskonzept, das Zusammenhänge von den molekularen Ursachen bis hin zu therapeutischen Strategien erarbeitet, stellt die Europäische Union (EU) insgesamt 11,4 Mio. Euro Fördergelder zur Verfügung. Anlässlich des "Kick-Off-Meetings" des Wissenschaftskonsortiums findet am 10. Februar 2006 ein Pressegespräch statt. Das Koordinationsleitung des EU-Projektes "Pulmotension" und der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen laden ein zu diesem Pressegespräch am 10. Februar 2006 von 12.30 Uhr bis 13.15 Uhr im Hotel Steinsgarten (Hein-Heckroth-Straße 20, 35390 Gießen). In enger Zusammenarbeit mit einem zentralen Gremium, das aus Vertretern der thematischen Teilbereiche des EU-Großprojekts "Pulmotension" zusammengesetzt ist, wird Prof. Werner Seeger gemeinsam mit der Projektmanagerin Dr. Sylvia Weissmann über die nächsten vier Jahre den regelmäßigen und intensiven Austausch der Forschungsergebnisse organisieren und wichtige strategische Entscheidungen treffen. Von Gießen aus werden außerdem europaweit präklinische und klinische Studien organisiert sowie eine Gewebe- und Datenbank aufgebaut. Mit insgesamt fünf Arbeitsgruppen ist das Lungenzentrum Gießen der größte Partner innerhalb des Konsortiums. Die beteiligten Arbeitsgruppen leiten Prof. Dr. Thomas Braun vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Priv.-Doz. Dr. Norbert Weissmann und Dr. Oliver Eickelberg von den Abteilungen II und V des Zentrums für Innere Medizin am Universitätsklinikum Gießen und Marburg und Prof. Dr. Klaus Preissner, Leiter des Biochemischen Instituts der Universität Gießen.

Spitzenförderung für Lungenhochdruck-Forschung

Das medizinische Großprojekt "Pulmotension", das die Europäische Union (EU) in den nächsten vier Jahren mit 11,4 Mio. Euro fördert, ermöglicht es dem Expertenverbund sich mit dem Krankheitsbild Lungenhochdruck intensiv zu beschäftigen. Der Lungenhochdruck, medizinisch auch als Pulmonale Hypertonie (PH) bezeichnet, beschreibt schwerwiegende Veränderungen des Lungengefäßbettes, die entweder direkt oder infolge verschiedener Herz-Kreislauferkrankungen entstehen können. Betroffene Patienten leiden unter zunehmender Atemnot und dem Verlust der körperlichen Leistungsfähigkeit. Sie sterben vielfach am so genannten Rechtsherzversagen. Trotz jüngster Therapiedurchbrüche - z.B. die Einführung der Behandlung von Lungenhochdruck mit Viagra? durch das Team um Prof. Friedrich Grimminger - sind die Therapiemöglichkeiten dieser Erkrankung eingeschränkt.

Übersetzen und Umsetzen: Translationale Forschung auf europäischer Ebene

Im medizinischen EU-Großprojekt "Pulmotension" werden Erkenntnisse der Grundlagenwissenschaftler über genetische Ursachen oder molekulare Zusammenhänge systematisch weiter beforscht, sorgfältig klinisch getestet und gezielt in neue Therapieansätze "übersetzt". "Diese gemeinsame Kraftanstrengung von Experten aus verschiedenen Disziplinen bezeichnet man in der Fachsprache weltweit als "translationale Forschung". Diese erfordert ein ungeheures Maß an Organisation der einzelnen Beteiligten aus 14 westeuropäischen Ländern und nicht weniger als 31 führenden Partnerzentren aus Forschung, Klinik und Industrie", erläutert Prof. Friedrich Grimminger, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, der in dem Lungenexpertenverbund eine führende Koordinationsrolle übernimmt.


Kontakt:

Dr. Christiane Eickelberg
Tel.: 0641/4808774 (8-14 Uhr)
E-mail: christiane.eickelberg@uglc.de
Weitere Informationen: http://www.uglc.de
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