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Puck, Hauptstraße 117 und MEDPOL für die Zukunft des Lernens

31.01.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena geht mit drei Exponaten zur LearnTec Jena (31.01.06) Mit gleich drei Exponaten wird die Friedrich-Schiller-Universität Jena auf der LearnTec präsent sein. Auf der Fachmesse für Bildung und Informationstechnologie, die vom 14. bis 16. Februar in Karlsruhe ihre Türen öffnet, ist die Universität auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Schwarzwaldhalle, Stand 243) mit Puck, Hauptstraße 117 und MEDPOL vertreten.

Puck - der Kobold unter den Programmiersprachen

Im Informatikunterricht sollen Schüler lernen, anstehende Aufgaben mit Hilfe der Sprache des Computers zu lösen. Dafür werden regelmäßig textbasierte Programmiersprachen verwendet. Leider erfordern diese Programmiersprachen die strenge Einhaltung von zahlreichen Regeln, was vielen Schülerinnen und Schülern sehr schwer fällt. In Zusammenarbeit mit Thüringer Informatiklehrern wurde deshalb an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die visuelle Programmiersprache Puck entwickelt. "Die Programme werden aus einzelnen Bausteinen zusammengesetzt, die nur in ganz bestimmter Weise miteinander verknüpft werden können. Dadurch sind viele Programmierfehler nicht möglich," erklärt Lutz Kohl das Puck-Prinzip. "Besonders visuell orientierte Schülerinnen und Schüler können mit Puck beim Programmieren viel besser unterstützt werden", weiß der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Casio-Stiftungsprofessur für Didaktik der Informatik/Mathematik der Universität Jena.
Der Prototyp wurde in Anlehnung an den Kobold Puck in Shakespeares Sommernachtstraum benannt. Puck ist in diesem klassischen Stück der kleine Gehilfe des großen Elfen-Königs Oberon. Im Schulalltag dient Puck zur Vorbereitung der Arbeit mit Oberon, die als Programmiersprache an den Thüringer Schulen eingesetzt wird.

Was ist los in Hauptstraße 117? - ein multimedialer Deutschkurs

Ein hoch motivierendes und effektives Selbstlernprogramm für Anfänger zum Erwerb von soliden Grundlagenkenntnissen der deutschen Sprache präsentiert das Sprachenzentrum der Jenaer Universität. Unter der Projektkoordination von Dr. Susanne Hecht, Leiterin des Sprachenzentrums, entstand das internationale Projekt "Was ist los in Hauptstraße 117?". Das Herzstück des ca. 200-stündigen Kurses ist eine Soap - ähnlich der "Lindenstraße". In einem Mietshaus in einer typischen deutschen Stadt treffen die Vertreter verschiedener sozialer Milieus aufeinander. Das Besondere daran? Echte Menschen erzählen wahre Geschichten und sind komischer, rührender und spannender als alles, was wir aus dem Fernsehen kennen, sagen die Testlerner. Die Lernenden begegnen in dieser Serie den Leidenschaften und Hoffnungen von Menschen in Deutschland zu Zeiten der Globalisierung. Das gesamte Lernmaterial zum Film gibt es online unter www.hauptstrasse117.de.
Als besondere Offerte bietet die Friedrich-Schiller-Universität Jena interessierten Firmen maßgeschneiderte multimediale Zusatzmodule an.

MEDPOL - Multimedialer Fallpool für problemorientiertes Lernen in der Medizin

Medizinstudenten und approbierte Ärzte sollen realitätsnah an virtuellen Patienten üben können. Unter dieser Zielsetzung erstellt das Team von MEDPOL in Zusammenarbeit mit den Spezialisten aus dem Jenaer Universitäts-Klinikum medizinische Lernfälle für verschiedene Krankheitsbilder. Die Fälle sind durch Text, Bild, Graphik und Animation dargestellt sowie durch zugehörige Laborbefunde, Röntgenaufnahmen, Ultraschall- oder OP-Bilder hinterlegt. In einem speziell auf das Arzt-Patienten-Verhältnis ausgerichteten System kann man die Anamnese, körperliche Untersuchungen, Diagnosen, Geräte- und Laboruntersuchungen sowie die erforderlichen therapeutischen Maßnahmen am Computer durchführen. "Wir haben versucht, dieses Arzt-Patienten-Verhältnis am Computer so realistisch wie möglich darzustellen", erklärt Urte Mille, die das MEDPOL-Projekt koordiniert. Den einzelnen Fällen liege daher stets authentisches, anonymisiertes Datenmaterial zugrunde. Die einzelnen Arbeitsschritte werden im Hintergrund ausgewertet und in Form einer Statistik zur Verfügung gestellt.

Die von MEDPOL erstellten Inhalte sind für die Medizinerausbildung genauso geeignet, wie für die ärztliche Fortbildung. Erste Kurse wurden von der Akademie der Landesärztekammer Thüringen zertifiziert.

Kontakt:
Dr. Michael Achard
Büro für Forschungsförderung und -transfer der Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931070
E-Mail: Michael.Achard@uni-jena.de

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