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Carus-Preis der Stadt Schweinfurt 2006 an Arndt Borkhardt, München, und Oliver G. Schmidt, Stuttgart

31.01.2006 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Gudrun Grieser, übergibt im Rahmen einer Feierstunde am 2. Februar 2006 in Schweinfurt den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Carus-Preis der Stadt Schweinfurt an Professor Dr. Arndt Borkhardt, München, und Privatdozent Dr. Oliver G. Schmidt, Stuttgart. Beide Wissenschaftler waren im Oktober 2005 von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina mit der Carus-Medaille ausgezeichnet worden. Seit 1962 besteht die Tradition, die von der Leopoldina mit der Carus-Medaille Ausgezeichneten zugleich mit dem von der Stadt Schweinfurt gestifteten Carus-Preis zu würdigen.

Im Rahmen der Feierstunde übergibt die Vizepräsidentin der Leopoldina, Professor Dr. Bärbel Friedrich, Berlin, die Mendel-Medaille der Leopoldina an Professor Dr. Rolf Knippers, Konstanz, und würdigt damit seine wegweisenden molekulargenetischen Forschungen zum Mechanismus der Genom-Replikation sowie seine verdienstvolle Förderung der Genetik. Die Carus-Medaille geht auf eine Stiftung aus Anlass des 50. Professorenjubiläums des XIII. Präsidenten der Akademie Leopoldina, Carl Gustav Carus (1789-1869), zurück. Sie wurde 1896 erstmals vergeben. Mit ihr werden in der Regel jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für bedeutende naturwissenschaftliche oder medizinische Forschungsleistungen ausgezeichnet. 2005 erhielten sie Professor Dr. Arndt Borkhardt für seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der pädiatrischen Onkologie und der Privatdozent Dr. Oliver G. Schmidt für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Halbleiterphysik.

Arndt Borkhardt (Jahrgang 1963) hat an der Medizinischen Akademie Magdeburg Medizin studiert und bis Ende 1990 dort auch seine ärztliche Ausbildung erhalten. Nach der Promotion wechselte er Anfang 1991 mit einem Forschungsstipendium in die Abteilung Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie und Onkologie des Zentrums für Kinderheilkunde der Universität Gießen, erhielt dort seine Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde und habilitierte 1999 mit dem Thema "Molekulargenetische Untersuchungen chromosomaler Abberationen bei Hämatologischen Neoplasien im Kindesalter". Seit Oktober 2003 ist er C3-Professor an der LMU München und leitet die Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie / Stammzelltransplantation.

Oliver G. Schmidt (Jahrgang 1971) hat in Kiel, am King's College in London und an der Technischen Universität Berlin Physik studiert, in Berlin 1999 promoviert, in Hamburg 2003 habilitiert, und er ist seit 2004 Privatdozent an der Universität Stuttgart. Seine wissenschaftliche Ausbildung erhielt er als Doktorand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und als Postdoktorand an der University of Southern California. Seit 2002 ist er Forschungsgruppenleiter am MPI für Festkörperforschung in Stuttgart. Seine Forschungsarbeiten wurden mit der Otto-Hahn-Medaille (2000), dem Philip Morris Forschungspreis 2002 und dem Heinrich-Düker-Preis 2003 gewürdigt, er ist Preisträger des vom BMBF ausgeschriebenen Wettbewerbs "Nanotechnologie" 2003 und Preisträger des MPG-Wettbewerbs "Bilder aus der Wissenschaft" 2004.

Ort: Diele des Alten Rathauses, Markt 1, 97420 Schweinfurt

Zeitpunkt: 2. Februar 2006, 19.00 Uhr

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