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Verbundprojekt Tübinger Sozial- und Verhaltenswissenschaften wird gefördert

02.02.2006 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Vorphase des Forschungsprojekts "Bewegtes Europa - Migration, Integration und die Gestaltung kultureller Vielfalt in Europa" bewilligt

Die Vorphase eines von der sozial- und verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen eingereichten Verbundprojektes wurde im Rahmen der Förderinitiative "Geisteswissenschaften im gesellschaftlichen Dialog" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bewilligt. Der Universität ist es damit gelungen, ein weiteres interdisziplinäres geistes- und sozialwissenschaftliches Großprojekt nach Tübingen zu holen und ihr Profil in diesem Bereich zu schärfen. Für die 6monatige Vorbereitung des Projekts "Bewegtes Europa - Migration, Integration und die Gestaltung kultureller Vielfalt in Europa" sind 50 000 Euro Fördergelder bewilligt worden. Bei einer endgültigen Genehmigung könnten neun Mitarbeiterstellen finanziert werden. Unter der Koordination von Prof. Reinhard Johler arbeiten Wissenschaftler/innen aus der Empirischen Kulturwissenschaft, der Erziehungs-, der Politik- und der Sportwissenschaft hier interdisziplinär zusammen und untersuchen Praktiken im Umgang mit Differenz in unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen. Das Projekt ist stark anwendungsorientiert und schließt vermittelnde wie auch beratende Aktivitäten mit ein. Es richtet sich dabei vor allem an Akteure in Politik, Administration und verschiedenen Praxisfeldern.

Insgesamt sind es neun Projekte, die das Themenfeld "Bewegtes Europa" aus verschieden fachlichen Blickwinkeln und Fragestellungen heraus bearbeiten. Zu den Einzelprojekten gehört beispielsweise eine Untersuchung von Städtepartnerschaften. Etliche bereits seit Jahrzehnten bestehende Städtepartnerschaften haben zwar einerseits auf kommunaler Ebene viel zu einem "bewegten Europa" beigetragen, weisen nun aber Nachwuchsprobleme auf oder nutzten kaum Kontaktmöglichkeiten des erweiterten "neuen Europas". Hier werden ausgewählte Partnerschaften näher beleuchtet und "best practice"-Beispiele vorgestellt.

In weiteren Projekten werden interkulturelles Lernen im religionsübergreifenden Berufsschulunterricht untersucht, die Migrationspolitik in Deutschland, Großbritannien, Italien und Ungarn vergleichend analysiert, Integrationspotenziale- und -barrieren im Sport beleuchtet oder persönliche Netzwerke von Zuwanderern verglichen.

Kontakt und nähere Informationen:

Prof. Dr. Reinhard Johler, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Burgsteige 11 (Schloß), 72070 Tübingen, Tel.: (07071) 29-75448,
reinhard.johler@uni-tuebingen.de

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