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Religion in Briefen und im Liebesroman

03.02.2006 - (idw) Universität Erfurt

Ringvorlesung im Doppelpack zum Abschluss der Reihe Religion in den Medien am 7. Februar Zum Abschluss der Ringvorlesung "Religion in den Medien - Medien der Religion" im Wintersemester kommen noch einmal zwei Dozenten aus unterschiedlichen Bereichen der Universität Erfurt zu Wort. Am Dienstag, dem 7. Februar um 18.15 Uhr, wird zunächst Professor Dr. Claus-Peter März zu "Religion in Briefen" sprechen. Es schließt sich daran der Vortrag von Dr. Katharina Waldner über "Religion im Liebesroman" an.

"Religion in Briefen findet sich in vielerlei Weise und zu allen Zeiten. Dies hat auch damit zu tun, dass die Anfänge der christlichen Bewegung in besonderer Weise von Briefen geprägt sind", so Prof. März. Sichtbar werde dies im zweiten Teil der christlichen Bibel, dem Neuen Testament: Es handelt sich um eine Schriftensammlung, die überwiegend aus Briefen besteht (22 von 27). "Besondere Bedeutung hatten Briefe bei der Mission des Paulus. Die Sammlung seiner Briefe bildet den Grundstock des Neuen Testaments". Die Vorlesung möchte auf dieses Phänomen eingehen, Parallelen und Hintergründe aufzeigen und auch an einem Beispiel näher beleuchten.

Im Mittelpunkt der zweiten Vorlesung des Abends stehen antike Liebesromane, die in der gleichen Epoche entstanden, in der die neutestamentlichen Briefe verfasst wurden. "In diesen Texten spielt das Thema Religion eine überraschend prominente Rolle", stellt Dr. Katharina Waldner fest. Im ersten Teil ihres Vortrages will sie der Frage nachgehen, wie die Themen Religion und Erotik in diesen Erzählungen miteinander verbunden wurden. In einem zweiten Teil soll aufgezeigt werden, dass die gleichzeitig verfassten christlichen Erzählungen über die Abenteuer der Apostel (apokryphe Apostelakten) eine christliche Antwort auf die "heidnischen" Liebesromane darstellten.

Claus-Peter März (Jhrg. 1947) ist seit 1981 Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testaments am Philosophisch-Theologischen Studium, später der Katholisch-Theologischen Fakultät. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die Spätschriften des Neuen Testaments, besonders Hebräerbrief und lukanische Schriften.

Dr. Katharina Waldner (Jhrg. 1965) studierte in Zürich und Berlin Latinistik, Gräzistik und Archäologie. Seit 2002 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Erfurt im Projekt "Römische Reichs- und Provinzialreligion". Ihre Forschungsschwerpunkte sind Religion der griechischen Polis, antike Literatur und Religion, frühes Christentum und 'pagane' Religionen im römischen Kaiserreich.

Die mit Unterstützung der Sparkassenfinanzgruppe und der Universitätsgesellschaft Erfurt e.V. vom Interdisziplinären Forum Religion der Universität veranstaltete und von der Thüringer Allgemeine präsentierte populäre Reihe bietet jeweils dienstags (Beginn 18.15 Uhr in der Brunnenkirche (Fischersand) in insgesamt 14 Veranstaltungen Vorträge ausgewiesener Experten der Universität wie auch prominenter Fachleute von außerhalb.
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de/presse/veranstaltungen/ringvorlesung/religion_medien.html
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