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Bundesamt für Strahlenschutz wird Teil des Strahlenschutz-Netzwerkes der WHO

03.02.2006 - (idw) Bundesamt für Strahlenschutz

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist jetzt Kooperationszentrum für Strahlenschutz der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) in den Bereichen ionisierende und nichtionisierende Strahlung. Dies gab Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anlässlich seines Besuches beim BfS in Salzgitter bekannt. "Damit leistet das Bundesamt für Strahlenschutz einen entscheidenden Beitrag Deutschlands zur Verbesserung des Strahlenschutzes für Mensch und Umwelt auch auf internationaler Ebene", erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der Präsident des BfS, Wolfram König, betonte: "Die Ernennung durch die WHO stellt eine besondere Würdigung der Arbeit des BfS dar. Ich freue mich über diese Auszeichnung, mit der die WHO das BfS als international renommierten und kompetenten wissenschaftlichen Partner anerkennt". Das BfS ist damit in drei große Projekte der WHO aktiv eingebunden. Das "EMF-Projekt" befasst sich mit der Frage, ob es bei niederfrequenten und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auch unterhalb der geltenden Grenzwerte zu gesundheitlichen Auswirkungen kommen kann. Das "Intersun-Projekt" beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Gefahren sowie mit möglichen Umweltschäden durch UV-Strahlung. Im Rahmen des "Internationalen Radon Projekts (IRP)" wird die Belastung der Bevölkerung durch das in der Natur vorkommende radioaktive Gas Radon und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken untersucht. Alle drei Projekte haben zum Ziel, mögliche und existierende gesundheitliche und ökologische Risiken umfassend und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet zu bewerten, darauf aufbauend Empfehlungen auszusprechen sowie die Öffentlichkeit zu informieren.
Als Kooperationszentrum erhebt das BfS repräsentative Daten bezogen auf die Bevölkerung Deutschlands und stellt diese der WHO zur Verfügung. Das BfS unterstützt die WHO durch Initiierung und Koordinierung von Forschungsvorhaben, um offene wissenschaftliche Fragen bezüglich gesundheitlicher Aspekte zu klären. Die Veranstaltung wissenschaftlicher Kongresse und die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse gehören ebenso zu den Aufgaben des Kooperationszentrums wie die aktive Unterstützung der WHO bei der Erstellung von verständlichen Informationsmaterialien für die Öffentlichkeit, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche.

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