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Stabwechsel im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim

03.02.2006 - (idw) Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Staatssekretär Michael Sieber (MdL) vom Ministerium für Wissenschaft, For-schung und Kunst hat Dr. Hartwig Lüdtke als neuen Direktor des Mannheimer Landesmuseums für Technik und Arbeit (LTA) in sein Amt eingeführt. Gleichzei-tig verabschiedete der Kunststaatssekretär Prof. Dr. Gerhard Selmayr, der diese Funktion übergangsweise von Oktober 2003 bis Januar 2006 ausgeübt hat. "Ger-hard Selmayr ist ein ausgewiesener Experte für Verwaltungs-, Finanz- und Per-sonalfragen - es war ein großer Glücksfall, dass wir ihn für dieses Amt in einer Übergangszeit des LTA gewinnen konnten", sagte Michael Sieber, der auch Vor-sitzender des Stiftungsrats des Museums ist, am 3. Februar in Mannheim. Der neue Direktor Hartwig Lüdtke sei ein exzellenter Museumsfachmann mit vielfälti-gen Kompetenzen in verschiedenen Bereichen, nicht zuletzt der Museumsprä-sentation in der Öffentlichkeit. "Mit ihm kann das LTA einen weiteren großen Schritt nach vorne machen". (Sieber).

Als Führungsfigur hat Gerhard Selmayr nach Siebers Worten "die Mitarbeiterin-nen und Mitarbeiter in der Umbruchsphase des Museums stark motiviert und auf die Gestaltung der Zukunft orientiert. Mit neuen Ausstellungskonzepten konnte er dem Haus eine neue Perspektive gegeben. Das LTA hat dadurch einen schwungvollen Aufstieg genommen und deutlich an Attraktivität gewonnen. Dies zeigen nicht zuletzt die gestiegenen Besucherzahlen."

Der Staatssekretär erinnerte an den Beschluss des Ministerrates vom Juli ver-gangenen Jahres und die daraufhin eingeleitete konzeptionelle Neuausrichtung des Museums. "Der weitere Umbau der Dauerausstellung und die Schaffung ei-ner Wechselausstellungsfläche werden vom Land und von der Stadt Mannheim unterstützt. Für die geplanten Baumaßnahmen werden wir rund sechs Mio. Euro zur Verfügung stellen. Gleichzeitig soll der Personalbestand bis 2014 von 100 auf 70 Stellen abgebaut werden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Direktors Hartwig Lüdtke", betonte Sieber. Mit der neuen Konzeption und den baulichen Veränderungen sei das LTA für die Zu-kunft gut aufgestellt. "Ich bin davon überzeugt, dass das Museum auch künftig für zahlreiche Besucherinnen und Besucher attraktiv sein wird."

Grundlegende Informationen

Das 1990 eröffnete Landesmuseum für Technik und Arbeit ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts und wird vom Land und von der Stadt Mannheim getragen. Die Finanzierung erfolgt im Verhältnis zwei zu eins. Die Dauerausstellung präsentiert - laut Gründungsauftrag - Stationen der Technik- und Sozialgeschichte im deutschen Südwesten vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Unterschied zu anderen Einrichtungen dieser Art steht hier jedoch nicht die Technik im Zentrum, sondern deren Auswirkungen auf den Menschen.
Um das Haus geänderten Anforderungen anzupassen und größeren Besucherkreisen zu öffnen, wurde im vergangenen Jahr eine Umstrukturierung beschlossen, die mit umfassenden Umbaumaßnahmen verbunden ist. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund elf Mio. Euro. Inhaltlich soll sich das das Museum künftig nicht mehr auf die Technik- und Sozialgeschichte beschränken, sondern auch Entwicklungen aus der gesamten Entwicklung von Technik und Naturwissenschaft aufgreifen. Besonders sollen auch Jugendliche angesprochen werden.

Vgl. hierzu auch die Pressemitteilungen 155/2005 und 162/2005.

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