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Politische Ikonen. Von Caesar bis Abu Ghraib

06.02.2006 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Ausstellung des Seminars "Visuelle Politik" am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen im Haus E (Philosophikum II) - Eröffnung am 8. Februar 2006 Ikonen sind Bilder, die jeder kennt. Sie haben unmittelbare Wirkung, wie ihre Vorbilder, die Heiligendarstellungen des frühen Christentums. Trotz dieser ins Auge springenden Popularität und Aura gibt es häufig unbekannte Geschichten hinter den Bildern, und viele Ikonen haben eine überraschende Rezeptionsgeschichte und Bildkarriere durchlaufen.

Zu dem Thema haben die Studierenden des Seminars "Visuelle Politik" im laufenden Wintersemester Exponate für eine Ausstellung erarbeitet. Überaus engagiert haben sie Bilder ausgesucht und Texte geschrieben. Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass man sich gerade im politikwissenschaftlichen Studium auch mit Bildern, genauer: mit der politischen Ikonographie in Vergangenheit und Gegenwart, befassen sollte. Denn ein großer Teil der politischen Kommunikation geschieht heute mit visuellen Mitteln. Diesem Thema widmet sich seit 2003 das digitale politische Bildarchiv BiPolAr (www.bipolar.uni-giessen.de), von dessen Mitarbeitern die Grundkonzeption stammt und die Endredaktion vorgenommen wurde.

Die Ausstellung ist im gesamten Gebäude des Hauses E im Philosophikum II der Justus-Liebig-Universität zu sehen. Sie lädt zur durchgängigen Betrachtung ein, in einer Art Abwärtsspirale vom Raum 206 bis zum Projektraum 001. Sie ist aber auch geeignet, die Wartezeiten bei Sprechstunden zu verkürzen.

Die Auswahl der 37 Exponate ist nicht auf Vollständigkeit bedacht. Der Bogen spannt sich von der Caesar-Münze 44 vor Christus bis zum "Kapuzenmann", dem Folteropfer von Abu Ghraib im Jahr 2004. Sie reicht damit über Epochen und Kontinente hinweg. Schwerpunkte liegen in der Darstellung von kriegsbedingtem Leid, in der deutschen Zeitgeschichte und in der westlichen Welt. Die Kuratoren betrachten ihre Arbeit inhaltlich wie formal als "work in progress" - ein erstes gemeinsames Arbeitsergebnis, das vor allem ausstellungspädagogisch noch zu verbessern ist. Im Wintersemester 2006/07 wird es deshalb ein Fortsetzungsseminar geben, das Lücken und Defizite bearbeiten kann.

Die Ausstellung am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen ist über das gesamte Haus E (Philosophikum II) verteilt, sie ist täglich von 8 bis18/20 Uhr geöffnet.
Die Eröffnung findet am 8. Februar 2006 um 12.15 Uhr statt.

Kontakt:
Konzeption: BiPolAr-Team
Leitung: Prof. Dr. Claus Leggewie
Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen
Karl-Glöckner-Straße 21/E
35394 Gießen
E-Mail: bipolar@uni-giessen.de
Weitere Informationen: http://www.pipolar.uni-giessen.de - digitales Bildarchiv
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