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"Informatik und Entwicklungsländer"

07.02.2006 - (idw) Technische Universität Berlin

Studierende der TU Berlin entwickeln Online-Koordinations-Plattform für Afghanistan Afghanistan kann für die kommenden fünf Jahre mit einer internationalen Wiederaufbauhilfe in Höhe von fast neun Milliarden Euro rechnen. Dies ist das Ergebnis der zweitägigen Internationalen Afghanistan-Konferenz, die vor wenigen Tagen in London stattfand. An der Konferenz hatten etwa 70 Länder teilgenommen. Sie verabschiedeten einen Aktionsplan, der konkrete Ziele für den Wiederaufbau des Landes bis Ende 2010 festschreibt. Neben der Sicherheitslage und der Drogenwirtschaft, stellt die Korruption ein großes Hindernis für den Wiederaufbau Afghanistans dar.

Um die Projekte besser koordinieren zu können, entwickeln Studierende der Technischen Universität Berlin im Rahmen einer Veranstaltung eine Online-Plattform zur Koordination von IT-Projekten in Entwicklungsländern am Beispiel Afghanistan. Unter der Leitung von Dr.-Ing. Nazir Peroz, Dozent im Bereich "Informatik und Entwicklungsländer" an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, wollen sie nicht nur die Idee und die Einbettung in eine IT-Strategie entwickeln, sondern diese auch in ein konkretes Konzept umsetzen und verwirklichen. Die primären Ziele dieser Online-Koordinations-Plattform sind

·eine effektive Koordinierung von IT-Projekten in Afghanistan,
·eine verbesserte Transparenz der Koordinationsabläufe und der Aufgabenbereiche,
·eine verbesserte Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren,
·ein besseres Verfolgen des Projekt-Verlaufs durch Fortschrittskontrolle,
·eine Planungssicherheit für die staatliche Administration.

Dieses Projekt schließt eine wesentliche Lücke in der Entwicklungsstrategie. So soll es beispielsweise durch transparente und nachvollziehbare Arbeitsabläufe und einen bindenden Zeitplan für die jeweiligen Projekte der Korruption entgegenwirken. Im März 2006 wird die Online-Koordinations-Plattform der afghanischen Regierung vorgestellt.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr.-Ing. Nazir Peroz, Leiter des Zentrums für internationale und interkulturelle Kommunikation an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, TU Berlin, Tel.: 030/314-27897, E-Mail: nazir@cs.tu-berlin.de und Thomas Dietz, E-Mail: tomosun@cs.tu-berlin.de
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2006/pi33.htm
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