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Blütezeit in rot, rosa und weiß

16.03.2006 - (idw) Universität Leipzig

Der Botanische Garten zeigt in diesem Jahr seine 3. Kamelienausstellung. Rund 300 Pflanzen, die insgesamt 50 Sorten umfassen, werden gezeigt. Darunter auch einige seltene, alte Topfkamelien. Zeit: 18. März 2006 bis 26. März 2006
Ort: Botanischer Garten
Linnéstraße 1

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 3,50 ¤, ermäßigt 2,50 ¤


Während es immer noch nicht Frühling zu werden scheint, blüht es in der Orangerie des Botanischen Gartens schon reichlich: Eine der edelsten unter den bekannten Blütenpflanzen wird mit einer eigenen Schau geehrt: Die Kamelie.

Mit der Ausstellung möchte der Botanische Garten der gestiegenen Aufmerksamkeit für Kamelien Rechnung tragen. Deshalb werden über 300 Pflanzen mit ihren roten, rosa oder weißen Blüten gezeigt. Die Kamelien stammen von Mitgliedern der Deutschen Kameliengesellschaft und örtlichen Kamelienbetrieben. Somit können auch sehr alte und damit seltene Topfkamelien präsentiert werden.

Die Zierpflanze Camellia japonica ist eng mit dem Teestrauch, Camellia sinensis, verwandt. Die Kamelie gehört zu der Familie der Teestrauchgewächse und stammt ursprünglich aus Ostasien. Im 18.Jh. wurde sie nach Europa gebracht und erlebte dort ihre erste Blütezeit als königliche und höfische Pflanze - so auch am Dresdner Hof. Dieser hat damit wohl die längste Tradition der Kamelienhaltung in Sachsen. Die Geschichte der Ankunft der ersten Pflanzen in Sachsen ist legendär: in einem Tornister eines sächsischen Soldaten, dem Sohn des damaligen königlichen Hofgärtners Johann Heinrich Seidel, wurden die ersten Exemplare aus Frankreich heim gebracht.

Ihre zweite Blütezeit erlebte die Zierpflanze, die lateinisch den Namen Camellia japonica trägt, im 19.Jh. Damals wurde sie zu einer beliebten Zierpflanze des Bürgertums. Damit begann auch der erste massenhafte Verkauf der Pflanze.
"Nun erleben wir sozusagen eine dritte Blütezeit der Kamelie", sagt Matthias Schwieger, Technischer Leiter des Botanischen Garten. "Dies liegt zum einen an den gesunkenen Preisen, aber auch daran, dass immer mehr Menschen die Möglichkeiten für eine fachgerechte Haltung haben. Außerdem wurden auch zahlreiche sehr robuste Sorten entwickelt, die man sogar im Freien halten kann."

Mitglieder der Deutschen Kameliengesellschaft geben an Ort und Stelle Auskünfte zu Sorten, Pflege und Vermehrung dieser aristokratischen Pflanze. Ein Informationsstand bietet Literatur, Faltblätter und auch Pflanzen zum Kauf.


weitere Informationen:
Matthias Schwieger
Telefon: 0341 97-36850
E-Mail: schwieger@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/bota

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