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VERANSTALTUNGSHINWEIS - Mediziner und Psychologen nehmen ältere Kraftfahrer unter die Lupe

17.03.2006 - (idw) Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

Die Sicherheit im Straßenverkehr unter dem Aspekt des Alterns diskutieren Verkehrsexperten, Mediziner, Psychologen und Juristen auf einem Symposium in Frankfurt am Main. Wie wirkt sich der Gesundheitszustand von Senioren und ihre Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit auf die Sicherheit des Verkehrsgeschehens aus? Im Jahr 2004 waren 8,6 Prozent aller Beteiligten an Unfällen mit Personenschaden mindestens 65 Jahre alt, die PKW-Fahrer unter ihnen trugen jedoch mit einem Anteil von 66 Prozent die Hauptschuld - ein Anteil, den sonst nur die Gruppe der "Fahranfänger" der 18 bis 20-Jährigen (71 Prozent) erreichte.

Die Fahreignung des älteren Verkehrsteilnehmers steht im Mittelpunkt des 2. Gemeinsamen Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e.V. in Frankfurt am Main, das vom 24. bis 25. März 2006 stattfindet. Die Veranstaltung wird wissenschaftlich geleitet von der Tagungspräsidentin Dr. med. Hannelore Hoffmann-Born vom Medizinisch-Psychologischen Institut des TÜV Hessen und von Professor Dr. med. rer.nat. Dr. med. habil. Gerold Kauert, Leiter des Instituts für Forensische Toxikologie am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. "Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Experten interdisziplinär zu prüfen, ob die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung und die Beurteilungskriterien hinreichend konkrete Indikatoren bereitstellen und ob diese auch dem aktuellen Stand von Wissenschaften und Technik entsprechen", legt Professor Dr. Dr. Kauert dar. Das Symposium greift dabei die Thematik der Mobilitätssicherung als Ausprägung des Grundrechts auf freie Entfaltung der Persönlichkeit jedes Einzelnen auf und fragt, inwiefern dieses Recht durch die bestehenden Standards für Verkehrssicherheit eingeschränkt wird.

Die thematische Stoßrichtung der Veranstaltung gibt gleich zu Beginn ein Festvortrag des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher, Autor des Bestsellers "Das Methusalem-Komplott", zum demografischen Wandel in Deutschland vor. Es folgen zahlreiche Vorträge unter unterschiedlichen Blickwinkeln, von EU-Kommissar J. Valmain, gefolgt u.a. von Juristen, (Rechts-)Medizinern und Psychologen. So werden aus rechtlicher Perspektive "Juristische Aspekte des älteren Verkehrsteilnehmers" erörtert. Aus der Perspektive der EU-Forschung wird die "Sichere Mobilität bei körperlichen Beeinträchtigungen" beleuchtet. Mediziner und Psychologen behandeln das Thema der Verkehrstauglichkeit unter dem Aspekt der Auswirkung altersbedingter physiologischer Defizite älterer Menschen auf die Fahrtauglichkeit: Kardiologische Erkrankungen, diabetogene Probleme, neurologische Erkrankungen und viele andere Aspekte werden von den Referenten in einzelnen Vorträgen nach aktuellem Forschungsstand vorgestellt. Vor diesem Themenhintergrund stellen die Experten auch Kompensationsmöglichkeiten für ältere Menschen im Straßenverkehr, etwa bei Körperbehinderungen, vor.

Die Veranstaltung findet statt am:

Zeit:
Freitag, 24. März, 10.30 Uhr, bis Samstag, 25. März 2006, 13.45 Uhr

Ort:
Radisson SAS Hotel, Franklinstraße 65, 60486 Frankfurt am Main

Als Gesprächspartner stehen Ihnen Professor Dr. Dr. Gerold Kauert, und Dr. Hannelore Hoffmann-Born zur Verfügung.

Frankfurt am Main, 16. März 2006

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. Gerold Kauert
Institut für Forensische Toxikologie

Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 75 73
Fax (0 69) 63 01 - 75 31
E-Mail kauert@em.uni-frankfurt.de
Internet: http://www.forensische-toxikologie.info

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet http://www.kgu.de

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