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Vernetzung der Wissenschaft auch unter der Erde

24.03.2006 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Hochleistungsglasfasernetz für alle Freiburger Fraunhofer-Institute und Max-Planck-Institute Durch die gemeinsame Anstrengung der Freiburger Fraunhofer- und Max-Planck-Institute, der Albert-Ludwigs-Universität und der Stadt Freiburg, konnte eine moderne und wirtschaftliche Vernetzung aller Institute mit der Universität Freiburg erreicht werden.

Zuletzt gingen im Januar die im Industriegebiet Nord liegenden Fraunhofer-Institute für Werkstoffmechanik IWM und für Angewandte Festkörperphysik IAF ans Netz. Das ebenfalls dort angesiedelte Max-Planck-Institut für Immunbiologie und das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht im Stadtteil Wiehre sind bereits seit Herbst letzten Jahres angeschlossen.

Durch die Einführung einer Glasfaserverbindung konnte die Bandbreite der Internetanbindung verhundertfacht werden. Während vorher die Übertragung großer Datenmengen und Rechenergebnisse noch mehrere Tage gedauert hätte - hin und wieder wurden deshalb auch schon mal Festplatten mit dem Auto transportiert - geht es nun sehr viel schneller: so dauert jetzt die Übertragung einer Daten-CD im Idealfall nur noch 10 Sekunden, während vorher für dieselbe Datenmenge mehr als eine Viertelstunde zu veranschlagen war. Da die Leitungen von den Instituten exklusiv genutzt werden können, ist eine Anpassung der Bandbreite an den zukünftigen Bedarf und an die technische Entwicklung jederzeit möglich.

Der wesentliche Vorteil der Glasfaser gegenüber Kupfer ist seine Unempfindlichkeit gegen elektromagnetische Einflüsse, weil die Signale im Glas optisch und nicht elektrisch übertragen werden sowie seine nahezu verlustfreie Signalübertragung. Somit sind größere Entfernungen ohne Zwischenverstärker und sehr viel höhere Geschwindigkeiten möglich.

Die neuen Datenleitungen der Fraunhofer-Institute und des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie laufen gemeinsam über die 11. Fakultät am Freiburger Flugplatz in das Rechenzentrum der Universität, wo sie sich mit der Leitung des MPI für Strafrecht aus der Wiehre treffen, die über die Universitätsbibliothek dorthin gelangt. Im Rechenzentrum der Universität befindet sich auch der Übergang in das baden-württembergische Hochschulnetz. Von dort aus geht es in das deutsche Wissenschaftsnetz und in den Rest der Welt.

In einem der regelmäßig stattfindenden Gesprächsforen zwischen Stadt, Universität und Forschungsinstituten wurde Oberbürgermeister Dieter Salomon auf die Chancen einer verbesserten Kommunikationsverbindung angesprochen, und hat sich als Aufsichtsratsvorsitzender der Badenova und des Telekommunikations-Anbieters BreisNet engagiert, dass durch eine gemeinsame Anstrengung der Freiburger Forschungseinrichtungen eine Netz-Infrastruktur nach dem modernsten Stand der Technik eingerichtet wurde. Das so entstandene "Wissenschaftsnetz" verbessert die Kommunikation der wissenschaftlichen Akteure in Freiburg, weil auch die Kommunikation zwischen Stadt, Uni und Forschungsinstituten funktioniert, und auf allen Seiten partnerschaftlich nach Lösungen gesucht wurde.

Oberbürgermeister Dieter Salomon betrachtet das hochmoderne Netz als einen Baustein in der Infrastruktur des Wissenschaftsstandorts. "Ohne Kommunikation funktionieren kein Transfer von Wissenschaft und keine Vernetzung von wissenschaftlichen Einrichtungen". Mit dem Wissenschaftsnetz verfügen die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft über ein einzigartiges Netzwerk mit der Universität.


Ausdrücklich dankte Oberbürgermeister Salomon dem städtischen Energieversorger Badenova und der Firma BreisNet für das Engagement. Damit habe ein regionaler Anbieter gezeigt, wie maßgeschneiderte innovative Lösungen in Kooperation mit Universität und Instituten als Nutzer realisiert werden können.
Weitere Informationen: http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/03/Mediendienst32006Thema2.jsp
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