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ROLLS-ROYCE eröffnet University Technology Center (UTC) an der TU Dresden

24.03.2006 - (idw) Technische Universität Dresden

Gemeinsame Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei und der Technischen Universität Dresden

In Anwesenheit des Sächsischen Ministerpräsidenten, Prof. Dr. Georg Milbradt, hat Rolls-Royce heute ein universitäres Forschungszentrum UTC "Lightweight Structures and Materials" an der TU Dresden eröffnet. Das UTC wird sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Leichtbauwerkstoffen und -strukturen für die Luftfahrtindustrie beschäftigen. Darüber hinaus wird an verbesserten Methoden zur Vorhersage der Lebensdauer von komplex beanspruchten Hochtemperaturkomponenten und der Optimierung der Bauteilauslegung geforscht.

Nach Worten von Ministerpräsident Milbradt belege das wegweisende Forschungsprojekt, dass Dresden den Titel "Stadt der Wissenschaft" zu recht trage. "Darüber hinaus ist es Bestätigung für unsere Strategie, beim Wiederaufbau nach 1990 an Sachsens Traditionen in Industrie, Forschung und Technik anzuknüpfen."

Milbradt bezeichnete die sächsischen Hochschulen als Brutkästen für international wettbewerbsfähige Produkte und zukunftssichere Arbeitsplätze. Zahlreiche Forschungskooperationen und außeruniversitäre Forschungsinstitute zögen Ansiedlungen innovativer Unternehmen nach sich. Das Rolls-Royce University Technology Center an der TU Dresden sei ein leuchtendes Beispiel hierfür.

Die TU Dresden ist die zweite Universität in Deutschland, mit der Rolls-Royce seine langjährige Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen dauerhaft institutionalisiert. Seit 1990 hat Rolls-Royce ein weltweites Netzwerk von insgesamt 26 UTCs aufgebaut. Jedes beschäftigt sich mit Schlüsseltechnologien zur Verbesserung der Rolls-Royce-Antriebe der Zukunft.
Der Rektor der TUD, Prof. Hermann Kokenge, betonte anlässlich der Eröffnung: "Ich bin überzeugt davon, dass die TU Dresden sich als verlässlicher und starker Partner im weltweiten Netzwerk der University Technology Centres erweisen wird."
Rolls-Royce Director-Engineering and Technology, Colin Smith, ergänzte: "Wir arbeiten bereits seit Jahren sehr eng mit der TU Dresden zusammen. Von der langfristigen, finanziell abgesicherten und nun auch formalisierten Zusammenarbeit in Form unseres bewährten UTC-Modells werden beide Seiten technisch und akademisch profitieren. Ich bin sicher, dass die künftige gemeinsame Forschung auf dem Gebiet der Leichtbaustrukturen zu einem niedrigeren Kraftstoffverbrauch und besseren Umweltverhalten unserer nächsten Generation von Flugtriebwerken führen wird."

Colin Smith und Prof. Werner Hufenbach, Leiter des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TUD und Direktor des neu gegründeten UTC, skizzierten die Forschungsaufgaben, die im Auftrag von Rolls-Royce realisiert werden sollen.

Da sich die Luftfahrt stetig wachsenden umweltpolitischen Anforderungen hinsichtlich Kraftstoffverbrauch sowie Geräusch- und Schadstoffemissionen stellen muss, wird sich das Dresden UTC unter anderem mit neuen Technologien zur Gewichtsreduktion wesentlicher Triebwerkskomponenten beschäftigen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs leisten.

Leichtbauwerkstoffe und -strukturen werden eine Schlüsselrolle beim Fandesign der Zukunft spielen und ermöglichen somit die Entwicklung neuartiger Triebwerkskonzepte. Dies sind entscheidende Faktoren für die Entwicklung umweltverträglicherer Antriebe.

Die TU Dresden verfügt über sehr gute Entwicklungs-, Herstellungs-, Analyse- und Testeinrichtungen, um ein herausragendes Team von Wissenschaftlern auf diesem Forschungsgebiet zu unterstützen. Das UTC wird eng mit Rolls-Royce-Spezialisten in Deutschland und Großbritannien zusammenarbeiten, um Leichtbaustrukturen von der Studie bis zur Prototypherstellung zu erforschen.

Aus Sicht des Ministerpräsidenten soll diese konstruktive Zusammenarbeit kein Einzelbeispiel in Sachsen bleiben: "Ich würde mich freuen, wenn das UTC Perspektiven für ein weiteres Engagement von Rolls-Royce hier im Freistaat entwickeln würde. Die Staatsregierung wird weitere Kooperationen oder Ansiedlungen nach Kräften unterstützen. Zugleich werden wir wie bisher alles tun, um Spitzenforschung in Sachsen zu ermöglichen. Ebenso garantieren wir für eine exzellente Ausbildung des künftigen Forscher- und Ingenieursnachwuchses, auf den die sächsischen High-Tech-Industrien angewiesen sind", so der Ministerpräsident.


Informationen für Journalisten:

Kirstin Wappler, Pressereferentin Sächsische Staatskanzlei
Tel. 0351 564-1315, E-Mail: kirstin.wappler@dd.sk.sachsen.de

Kim-Astrid Magister, Pressesprecherin TUD
Tel. 0351 463-32398, E-Mail: pressestelle@mailbox.tu-dresden.de

Foto abrufbar unter: http://www.tu-dresden.de/presse/verdichter.jpg
(Bildunterschrift: 10-stufiger Hochdruckverdichter BR710 von Rolls Royce; Autor: TU Dresden/K. Eckold)

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