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Vernetzung von Wissenschaftlerinnen - CEWS gibt Einblick in seine Arbeit

27.03.2006 - (idw) GESIS - Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen

"Internationale Vernetzung" ist das Motto des 8. Österreichischen Journalistinnenkongresses am 30. und 31. März in Wien. Frauennetzwerke
und -datenbanken werden ein Themenschwerpunkt sein - Bereiche in denen das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) des Informationszentrums Sozialwissenschaften (IZ) ausgezeichnete Erfahrungen gesammelt hat. Über den Aufbau von Wissenschaftlerinnen-Datenbanken, über Herausforderungen und über bereits erzielte Ergebnisse im EU-weiten Networking berichtet Isabel Beuter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IZ, auf dem Journalistinnenkongress in Wien. Das CEWS hat das EU-Projekt zu Wissenschaftlerinnen-Datenbanken "A study on databases of women scientists" (DATAWOMSCI) geleitet. Bei diesem Projekt haben sechs Partnerinnen aus fünf Ländern eine Bestandsaufnahme und Evaluation bereits bestehender Wissenschaftlerinnen-Datenbanken vorgenommen. Auf Basis der Ergebnisse erstellten sie eine Übersicht über bestehende Wissenschaftlerinnen-Datenbanken und Netzwerke in Europa und haben einen Qualitätskriterienkatalog zum Aufbau neuer und zur Aktualisierung bereits bestehender Datenbanken entwickelt. Zudem haben die Projektpartnerinnen eine Machbarkeitsstudie über die künftigen Nutzungsmöglichkeiten von Wissenschaftlerinnen-Datenbanken vor allem hinsichtlich eines einfacheren nationalen und internationalen Zugangs durchgeführt.

"Die Studie dient als Basis für eine bessere und leichtere Nutzung von Wissenschaftlerinnen-Datenbanken in der nationalen und internationalen Wissenschaftsgesellschaft", erklärt Beuter. "Denn diese Datenbanken sind geeignet, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Bereich Wissenschaft und Forschung deutlich zu erhöhen." In Wien geht Beuter darauf ein, welche Qualitätsanforderungen erfüllt sein müssen, um verschiedene Wissenschaftlerinnen-Datenbanken zu einer Metadatenbank verlinken zu können. Zudem wird sie den Nutzen solcher Metadatenbanken für die Wissenschaft und die AkteurInnen selbst erläutern.

Darüber hinaus wird Beuter die vom CEWS betriebene Wissenschaftlerinnen-Datenbank FemConsult (www.femconsult.de) vorstellen und über Hintergründe berichten, die auf den Erfahrungen mit FemConsult beruhend zur Entstehung des EU-Projektes geführt haben. FemConsult dient der Erhöhung des Frauenanteils bei der Neubesetzung von (Junior-)Professuren und Führungspositionen in Wissenschaft und Forschung. Die Datenbank ermöglicht die Suche nach Wissenschaftlerinnen und Expertinnen für Aufgaben in Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und politischen Institutionen. "In FemConsult können sich Professorinnen, Privatdozentinnen und promovierte Wissenschaftlerinnen eintragen", berichtet Beuter. "Zurzeit sind etwa 6.000 Frauen registriert. FemConsult ist eine sinnvolle Unterstützung für Institutionen, die auf der Suche nach qualifizierten Wissenschaftlerinnen sind."

Exemplare der "Study on databases of women scientists" können auf http://www.cews.org/cews/prokoo.php herunter geladen oder direkt beim Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung bestellt werden.

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Seit Anfang 2006 ist das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung Abteilung des Informations¬zentrums Sozialwissenschaften (IZ) in Bonn. Gegründet wurde das CEWS im Jahr 2000. Es steht als wissens- und forschungsbasierte Dienstleistungseinrichtung Wissenschaftlerinnen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen und politischen Gremien mit seinen Leistungen zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum bietet zielgruppenadäquate Informations- und Beratungsleistungen zu Fragen der Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung.

Das IZ dokumentiert und vermittelt Informationen zum Stand der Forschung und zur Literatur für den Bereich der Sozialwissenschaften in den deutschsprachigen Ländern sowie zu sozialwissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in Osteuropa. Für eine effiziente Beschaffung, Aufbereitung und Nutzung der Informationen führt das IZ Entwicklungsarbeiten auf informationswissenschaftlichen und informationstechnologischen Gebieten durch. Es ist neben dem Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln (ZA) und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim Mitglied der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V. (GESIS), einer Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.


Ansprechpartnerin:

Isabel Beuter
Informationszentrum Sozialwissenschaften
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung
Center of Excellence Women and Science (CEWS)
Poppelsdorfer Allee 15
53115 Bonn
Tel: +49 (0) 228 73 48 31
Fax: +49 (0) 228 73 48 40
ibeuter@cews.uni-bonn.de
Weitere Informationen: http://www.gesis.org/IZ http://www.cews.org
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