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Ehrenvolles Amt für IPP-Wissenschaftler

28.03.2006 - (idw) Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Professor Friedrich Wagner ist designierter Präsident der Europäischen Physikalischen Gesellschaft Nächster Präsident der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (EPS) ist Professor Dr. Friedrich Wagner, Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP), Teilinstitut Greifswald. Er wurde auf der Sitzung des EPS-Rates am 25. März 2006 gewählt. Die Europäische Physikalische Gesellschaft repräsentiert über achtzigtausend Physiker und Physikerinnen in 38 nationalen Mitgliedereinrichtungen und hat sich die Förderung der Physik in Europa zum Ziel gesetzt.

In Nachfolge des Dänen Ove Poulsen wird Friedrich Wagner seine zweijährigen Amtsgeschäfte als EPS-Präsident ab April 2007 beginnen. Von 1997 bis 2004 war er bereits Vorsitzender der EPS-Abteilung "Plasmaphysik". Das wissenschaftliche Tätigkeitsfeld Friedrich Wagners ist die Fusionsforschung, der er sich seit 1975, nach Physikstudium und Forschungsaufenthalt in den USA, im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und Greifswald widmet. Mit den hier untersuchten Plasmen - dünnen ionisierten Gasen - soll ein Fusionskraftwerk möglich werden, das ähnlich wie die Sonne Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnt. Dazu muss der Brennstoff, ein Wasserstoffplasma, in einem Magnetfeldkäfig eingeschlossen und auf hohe Temperatur aufgeheizt werden.

1982 fand Friedrich Wagner an der Garchinger Fusionsanlage ASDEX, dass unter bestimmten Bedingungen am Plasmarand selbstorganisierte Transportbarrieren entstehen - eine in der Entwicklung der Fusionsforschung herausragende Entdeckung. Der günstige Plasmazustand, "High-confinement regime" genannt, sorgt für guten Plasmaeinschluss und ist damit die Voraussetzung für Anlagen wie den internationalen Testreaktor ITER. 1986 wurde Friedrich Wagner zum Projektleiter des ASDEX-Experiments ernannt, zwei Jahre später zum Wissenschaftlichen Mitglied und Direktor am IPP berufen. Es schloss sich die Projektleitung für Wendelstein 7-AS in Garching an sowie von 2003 bis 2005 die Leitung des Nachfolge-Projektes Wendelstein 7-X, das zurzeit im IPP-Teilinstitut Greifswald aufgebaut wird. Von 1997 bis 2005 war er Mitglied des IPP-Direktoriums; seit 1999 ist Friedrich Wagner Sprecher des Teilinstituts und zugleich Professor für Physik an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald.
Weitere Informationen: http://www.ipp.mpg.de
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