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Erfolgreiches Jahr 2005 für die Mechatroniker der Saar-Uni: Die neue Fachrichtung startet durch!

04.05.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Zwei Jahre nach ihrer Neustrukturierung ist es gelungen, mit der Mechatronik ein neues Glanzlicht im Bereich der Ingenieurwissenschaften an der Universität des Saarlandes zu setzen. Der Begriff Mechatronik symbolisiert diese Verbindung von Mechanik, Elektronik und Informationstechnik und trägt dem Systemgedanken Rechnung, der in High-Tech-Produkten immer größere Bedeutung erhält.
Bereits im Jahre 2000 hat die Umstrukturierung in der damaligen Elektrotechnik begonnen. Mit der Neubesetzung von neun der insgesamt 13 Mechatronik-Lehrstühle seit 2000 wurde ein Generationswechsel vollzogen, der ganz auf die neuen Herausforderungen zugeschnitten ist. Inzwischen zahlt sich die Umstrukturierung aus: In den letzten drei Jahren wurden von der Fachrichtung Mechatronik fast 30 Innovationen zum Patent angemeldet, 2005 konnten die Drittmitteleinnahmen auf über 1,86 Millionen Euro gesteigert werden. Neben DFG-, EU- und BMBF-Mitteln konnte dabei vor allem die Einwerbung von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen aus der Privatwirtschaft erheblich gesteigert werden: Mit 770.000 ¤ im Jahr 2005 wurden die direkten Industrieaufträge seit 2002 fast versechsfacht. Über die Hälfte dieser Mittel stammt aus Kooperationen mit der saarländischen Industrie. Damit wird deutlich, dass auch die Industrie von der neuen Ausrichtung der Mechatronik profitiert.

Die Zusammenarbeit der Mechatronik mit der Industrie wird auch vom saarländischen Wirtschaftsministerium unterstützt: Mit insgesamt 753.100 ¤ wurde in den Jahren 2004-2005 das Mikrotechnologie-Transferzentrum Mitranz aufgebaut, welches am 1. Juni 2006 in feierlichem Rahmen von Wirtschaftsminister Dr. Georgi und Universitätspräsidentin Prof. Dr. Wintermantel eröffnet wird. Mitranz unterstützt als Dienstleister Firmen - insbesondere aus dem Saarland - bei der Erprobung und Einführung von Mikrotechnologien für eigene Produkte und somit bei der Realisierung innovativer Mechatronik im Kleinstformat.
Die enge Verknüpfung von Industrie und Wissenschaft belegt ebenso der kürzlich geschlossene Kooperationsvertrag mit der Firma Hydac, der Studierenden im Rahmen eines kooperativen Studiums eine enge Kombination aus industrieller Praxis und wissenschaftlicher Ausbildung ermöglicht.

Dass neben der starken Praxisorientierung die wissenschaftliche Tiefe keineswegs zu kurz kommt, zeigen die aktuellen Publikationsdaten: gegenüber 2001 konnten die Veröffentlichungen 2005 auf 162 mehr als verdoppelt werden. Vier Rufe auf C4-Lehrstühle renommierter Universitäten bestätigen die hohe fachliche Anerkennung der Saarbrücker Mechatronik-Professoren.

Die Neustrukturierung setzt sich auch in der Lehre fort: Im Jahre 2004 wurden die bis dato eigenständigen Studiengänge System- und Elektrotechnik sowie Produktionstechnik im Diplom-Studiengang Mechatronik zusammengeführt. Interdisziplinäres Studium, flexible Schwerpunktsetzung und integriertes Grundstudium sind kennzeichnend für den neuen, bundesweit einzigartigen Ansatz. Dass dieser Weg der richtige ist, zeigen aktuelle Zahlen: Durch intensive Nachwuchswerbung an Schulen ist nach einer längeren Stagnation der Anfängerzahlen seit 2 Jahren wieder ein rasanter Anstieg zu verzeichnen. Bereits 2004 zum Start der Mechatronik konnten über 80 Erstsemester begrüßt werden, im vergangenen Herbst hat sich ihre Zahl auf knapp 100 erhöht. Zusammen mit den flankierenden Studiengängen Computer- und Kommunikationstechnik (CuK, in Kooperation mit der Informatik) sowie Mikro- und Nanostrukturen (MuN, in Kooperation mit der Physik) wird ein breites Spektrum geboten, das den Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht.

Jüngster Erfolg ist die Bewilligung einer Stiftungsjuniorprofessur für Kleinantriebe, die vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und von der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie (ME) Saar gemeinsam gefördert wird. Damit wird im Fachspektrum der Mechatronik eine Lücke geschlossen, die Bedürfnisse der Industrie sowie der Studierenden können damit zukünftig noch besser befriedigt werden.

Die steigenden Kennzahlen und aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich, dass sich nach Umstrukturierung und Neubesetzungen Forschung und Lehre in der Mechatronik erfolgreich eingespielt haben. Wissenschaft auf hohem Niveau und gleichzeitig praxisnah in engem Kontakt mit der Industrie - die Mechatronik an der UdS hat sich international wettbewerbsfähig etabliert.


Sie haben Fragen? Bitte wenden Sie sich an
Anke Kopper, Fachrichtung 7.4 Mechatronik,
Tel.: (0681) 302-2469
E-Mail: a.kopper@lmt.uni-saarland.de
Weitere Informationen: http://www.mechatronik.uni-saarland.de/ Homepage der Fachrichtung Mechatronik
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