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Das Fremde und das Eigene

04.05.2006 - (idw) VolkswagenStiftung

Grenzen, Differenzen, Übergänge: eine Veranstaltung über Spannungsfelder inter- und transkultureller Kommunikation vom 14. bis 16. Juni in Dresden Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Interkulturalität" hat die VolkswagenStiftung über ein Jahrzehnt lang massiv gefördert, stellen sich doch zugleich aus theoretischer wie praktischer, politischer und gesellschaftlicher Sicht Fragen von zentraler Bedeutung - die Diskussion in Deutschland zeigt dies momentan ebenso wie die heftigen Auseinandersetzungen, die kürzlich in Frankreich zu beobachten waren. Rund 34 Millionen Euro vergab die Stiftung seit Beginn der 1990er Jahre im Rahmen zweier Förderinitiativen zum "Fremden und Eigenen" für entsprechende Forschungen; inzwischen hat die Stiftung die Initiativen beendet. 180 Vorhaben wurden während dieser Zeit auf den Weg gebracht.

"In Anbetracht der aktuellen Debatte ist es an der Zeit, den Stand der Diskussionen und die Beteiligten dieser Projekte zusammenzuführen", sagt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung - und formuliert damit ein wesentliches Ziel der Veranstaltung "Grenzen. Differenzen. Übergänge: Spannungsfelder inter- und transkultureller Kommunikation". International ausgewiesene Experten werden auf Einladung der Stiftung vom 14. bis 16. Juni 2006 im Hotel Elbflorenz in Dresden (Rosenstraße 36, 01067 Dresden) zusammenkommen, um sich zum Thema "Interkulturalität" umfassend auszutauschen.

Die VolkswagenStiftung lädt interessierte Journalistinnen und Journalisten herzlich zu der Veranstaltung ein und bittet um vorherige Anmeldung mit Antwortfax (siehe Link am Ende dieser Presseinformation) oder per Mail. Besonders möchten wir Sie auf zwei Highlights aufmerksam machen: den Eröffnungsvortrag von Homi K. Bhabha am Mittwoch, dem 14. Juni, um 18.30 Uhr, und die Podiumsdiskussion zum Thema "Cultural Diversity and Legal Pluralism" am Donnerstag, dem 15. Juni, um 18.30 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (Lingnerplatz 1).

Die Teilnehmer wollen sich zunächst kritisch mit dem aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Identitäts- und Interkulturalitätsforschung auseinandersetzen. Zugleich geht es darum, Möglichkeiten und Chancen des Transfers von Forschungsergebnissen in die gesellschaftliche Praxis zu erörtern. Eine Reihe ausgewählter Beispiele soll dies illustrieren. Ziel ist es dabei, die bisherigen Untersuchungen und Forschungsansätze aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen und Fragestellungen gegenüberzustellen - ebenso wie darüber hinaus künftige Aufgabenfelder für die Wissenschaft zu identifizieren.

Die Tagung gliedert sich in sechs thematische Blöcke.

Der Eröffnungsvortrag von Homi K. Bhabha am 14. Juni abends (ab 18.30 Uhr) behandelt aus der Perspektive der post-colonial studies den aktuellen Forschungsstand zu inter- und transkultureller Kommunikation.

Drei Plenumsvorträge am Vormittag des 15. Juni führen beispielhaft aus der Perspektive der Disziplinen Sozialanthropologie, Geschichte und Rechtswissenschaften in Prozesse der interkulturellen Abgrenzung, Vermittlung und Identitätsbildung ein.

Am Nachmittag des zweiten Veranstaltungstages (15. Juni) werden zwei Panels parallel angeboten. Panel 1 widmet sich unter dem Titel "Felder - Medien - Ästhetiken" den verschiedenen Untersuchungsgebieten und Ausdrucksformen von Identitätsbildungsprozessen. In Panel 2 geht es um den Praxistransfer wissenschaftlicher Ergebnisse in den gesellschaftlichen Kontext (Schulen, Behörden, Polizei etc.).

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion am Abend des 15. Juni (ab 18.30 Uhr) im Deutschen Hygiene-Museum Dresden steht die Frage, ob die gesetzliche Verankerung von Minderheitenrechten eine dauerhafte Strategie zur Lösung beziehungsweise Entspannung von interkulturellen Konflikten bieten kann. Und: Kann nicht gerade zur Klärung dieser Fragen auch die Wissenschaft ihren Beitrag leisten?

Der Vormittag des dritten Veranstaltungstages führt unter der Überschrift "Herausforderung und Perspektiven" Forschungsfragen und Ansätze aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen zusammen.

Der Teilnehmerkreis besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen aus dem In- und Ausland sowie aus Vertretern von Förderorganisationen. Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.

Zur Veranstaltung wird eine mehr als 300-seitige Dokumentation aufgelegt, die die in den beiden Förderinitiativen der VolkswagenStiftung zum "Fremden und Eigenen" unterstützten Projekte vorstellt.

Auch künftig bietet die Stiftung wissenschaftlichen Vorhaben zu Fragen der Interkulturalität, Globalisierung und kulturellen Identität ein Forum; so können etwa im Zuge der personenbezogenen Förderangebote entsprechende Anträge erfolgreich sein. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in der Initiative "Zukunftsfragen der Gesellschaft" im Rahmen einzelner Ausschreibungen entsprechende Themenstellungen mit gezieltem Praxisbezug zu bearbeiten.

Kontakt

VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de
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Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter

http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20060504
Weitere Informationen: http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/Antwortfax_Presse.pdf - Antwortfax http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/tagung_fremdes_und_eigenes_stand_0405.pdf - Tagungsprogramm
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