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HFF-Angehörige holen eine Lola nach Potsdam und Preise in Schwerin

16.05.2006 - (idw) Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg

Bei der glanzvollen Verleihungsgala der Deutschen Filmpreise in Gold und Silber am vergangenen Wochenende konnten zwei Angehörige der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" dafür sorgen, dass wenigstens eine Lola nach Potsdam kommt. HFF-Professor Martin Steyer und HFF-Student Lars Ginzel wurden gemeinsam mit Dirk Jacob und Marc Parisotto mit dem Deutschen Filmpreis für die Beste Tongestaltung im Film REQUIEM ausgezeichnet.

"... der Ton spielt ein besonders aufregendes Leben zwischen Wort und Bild, zwischen Ausstattung und Ausgehanzug. Mal lässt er den Zuschauer zum Zuhörer werden, der die Ohren spitzen muss, um Bilder mit dem Trommelfell begreifen zu können. Mal übertönt er das Gesehene, um es auch wirklich geschehen zu lassen. Die Mischung macht's. Beim Filmton ganz besonders." (aus dem Programmheft zum Lola Festival '06)

Martin Steyer (*1949) lehrt an der HFF Tonmischung und Tondramaturgie. Seine Spezialgebiete sind u.a. Life-Musikmischungen sowie Toninstallationen und Life electronic für Theater und Ausstellungen. Er gehört seit Jahren zu den aktivsten und engagiertesten Vertretern seiner Zunft. In der ellenlangen Liste seiner Filme befinden sich Übungen von Filmstudenten ebenso wie zahlreiche große Produktionen á la Der bewegte Mann, Männerpension, Die Apothekerin, Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday, Kalt ist der Abendhauch, Crazy, Good Bye, Lenin!, Wolfsburg, Die weiße Massai, NVA und Die Bluthochzeit.
Lars Ginzel (*1979 in Dortmund) war schon zu Schulzeiten musikalisch geprägt. Er absolvierte ein Praktikum sowie eine Sounddesign-Assistenz bei den Ruhr Sound Studios bevor er im Oktober 2000 das Ton-Studium an der HFF "Konrad Wolf" aufnahm. Auch bei den HFF-Erfolgsfilmen Kuss Kuss (R: Sören Senn) und Netto (R: Robert Thalheim) war er für die Mischung zuständig.

Außerdem war die HFF indirekt auch an der Lola für den Besten Dokumentarfilm für LOST CHILDREN beteiligt, da es sich beim Produzenten und Co-Regisseur Oliver Stoltz um einen ehemaligen Studenten der Hochschule handelt.

Der Deutsche Filmpreis ist der wichtigste Preis für deutsche Filme. Er wird vom Staatsminister (Beauftragten der Bundesregierung) für Kultur und Medien (BKM) gestiftet und verliehen. In diesem Jahr wurden nun zum zweiten Mal die Preisträger von den Filmschaffenden des Landes - nämlich über 700 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie - ermittelt. Bis zum Herbst letzten Jahres waren rund neunzig Filme für den Filmpreis angemeldet worden, woraus durch unterschiedliche Vor-Jurys die Nominierten ausgewählt wurden. Aus diesen nominierten wählten dann alle Filmakademie-Mitglieder die Preisträger des Jahres 2006 aus.

Beim kürzlich zu Ende gegangenen Filmkunstfest Schwerin konnten HFF-Angehörige ebenfalls wichtige Preise einheimsen. So ging z.B. der DEFA-Nachwuchsförderpreis an die Produktion LUCY von HFF-Mitarbeiter Henner Winckler. Und HFF-Absolventin Kirsi Liimatainen bekam für ihren in Schwerin uraufgeführten Diplomfilm SONJA den "Findlingspreis" des Landesverbandes Filmkommunikation Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Henner Winckler (*1969 in Hünfeld) studierte Visuelle Kommunikation und Film an der HfG Offenbach und später an der HfBK Hamburg. Seit 2004 ist er als künstlerischer Mitarbeiter im Studiengang Regie der HFF beschäftigt.

Kirsi Liimatainen (*1968 in Tampere, Finnland) studierte Philosophie in Ostberlin und Schauspiel in Tampere bevor sie von 1999 bis 2006 das Regiestudium an der HFF "Konrad Wolf" absolvierte.

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