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Abschluss der diesjährigen Kreuzganggespräche

16.05.2006 - (idw) Universität Erfurt

Bonner Professor spricht über das Verhältnis von Evolution und Schöpfungsglaube Zum dritten und letzten Abend der diesjährigen Kreuzganggespräche laden die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und das Katholische Forum im Lande Thüringen am morgigen Mittwoch (17. Mai) um 19.30 Uhr in das Coelicum am Dom ein. Referent ist dieses Mal Prof. Dr. Josef Wohlmuth, Bonn. Das Thema seines Vortrags wird lauten: "Evolution setzt Schöpfung voraus - der theologische Schöpfungsbegriff und seine Folgen für das Verständnis der Evolution".

Die Kreuzganggespräche widmen sich in diesem Jahr der überraschend wieder aufgeflammten Diskussion um das Verhältnis von Evolution und Schöpfungsglaube. Die sehr große Teilnehmerzahl zeigt, dass ein Thema gewählt worden ist, das derzeit in der Gesellschaft en vogue ist. Nach einem Naturwissenschaftler und einem Medienfachmann kommt in dieser Woche mit Josef Wohlmuth ein Theologe zu Wort, der heute Direktor einer Studienstiftung ist. Die Beachtung des Unterschieds zwischen Glauben und Wissen sowie das Nichtverwischen der Grenzen zwischen theoretischen Erkenntnissen der Naturwissenschaften einerseits und einem daraus hergestellten naturwissenschaftlichen Weltbild andererseits bilden die Grundlage für einen Dialog zwischen Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft. Dazu will der Vortrag von Josef Wohlmuth einen Beitrag leisten.

Josef Wohlmuth (geb. 1938) hielt sich nach dem Studium der kath. Theologie zu Promotionsstudien in Tübingen, Bologna, Nijmegen, Regensburg und Bonn auf. 1980 folgte die Habilitation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn im Fach Dogmatik und Dogmengeschichte. 1981 bis 1986 war der katholische Priester Professor für Theologie und ihre Didaktik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, von 1986 bis 2003 Professor für Dogmatik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er wirkte in den Studienjahren 1984/85 und 2003/04 als Studiendekan am Theologischen Studienjahr in Jerusalem. Seit Mai 2004 leitet der Emeritus das Cusanuswerk, die Studienförderung der katholischen Kirche. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Dogmen- und Konzilsgeschichte, ökumenische Fragen, der christlich-jüdische Dialog sowie die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Philosophie und moderner Ästhetik.

Die Veranstaltung am Mittwoch, dem 17. Mai 2006, findet am Kreuzgang des Erfurter Domes im Vorlesungsraum Kiliani-Kapelle statt. Zugangsmöglichkeit besteht über die Toten Treppe. Beginn ist 19.30 Uhr. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung laden Fakultät und Forum herzlich ein.

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