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Wilhelm-Warner-Preis für Marburger Onkologen

17.05.2006 - (idw) Philipps-Universität Marburg

Professor Dr. Andreas Neubauer erhält hochrangigen Preis für Krebsforschung. Der mit 10.000 Euro dotierte Wilhelm-Warner-Preis ging an den Marburger Onkologen Professor Dr. Andreas Neubauer, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, und Professor am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg.

Die Übergabe des Preises durch Professor em. Dr. Dieter Kurt Hossfeld, den Vorsitzenden der Wilhelm-Warner-Stiftung und ehemaligen Direktor der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Onkologie, Hämatologie, Knochenmarktransplantation), fand am 5. Mai 2006 in Hamburg-Eppendorf statt.

Der Preis ging an Neubauer, so Dieter Kurt Hossfeld in seiner Laudatio, "für seine breit angelegten molekulargenetischen und molekularbiologischen Analysen bei Patienten mit akuten und chronischen Leukämien, wobei die chronische myeloische Leukämie und seine Untersuchungen zum Wirkmechanismus von Interferon-alpha besonders hervorgehoben werden sollen, sowie für seine originellen, hochrangig publizierten Untersuchungen zur Klinik, Pathophysiologie und Therapie der MALT-Lymphome des Magens."

Der jährlich von der im Jahr 1961 eingerichteten Wilhelm-Warner-Stiftung gestiftete Preis wird an Persönlichkeiten vergeben, die im deutschsprachigen Raum bei der Erforschung und Therapieentwicklung von Krebs- und Leukämieerkrankungen Herausragendes geleistet haben. Er ging bereits an renommierte Forscher wie Georges J. F. Köhler, Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin im Jahr 1984, Volker Diehl, Ralf Küppers und Klaus Rajewsky.

Professor Dr. Andreas Neubauer ist seit 1999 Direktor der Marburg Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie. Neben seiner klinischen Tätigkeit führt er zahlreiche Forschungsprojekte durch, die unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Forschung und Bildung, der Deutschen Krebshilfe, der Wilhelm-Sander-Stiftung und der José-Carreras-Stiftung gefördert werden. Neubauer entwickelte unter anderem eine Antibiotika-Therapie zur Bekämpfung von Lymphdrüsentumoren im Magen. Darüber hinaus führt er klinische Studien zu Lymphomen des Magens, akuten und chronischen Leukämien sowie zu Bronchialkarzinomen durch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die allogene Blutstammzelltransplantation. Andreas Neubauer ist unter anderem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und der American Association for the Advancement of Science.
Weitere Informationen: http://www.med.uni-marburg.de/d-einrichtungen/haematoonkol/personal/neubauer/vita.html
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