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Global Goal: Projekt für Nachhaltigkeit startet im Internet

23.06.2006 - (idw) Universität Hohenheim

Aktionskunst zum Mitmachen: Ein ehrgeiziges Projekt soll Nachhaltigkeit und Sport durch 1.500 Wasserwaagen verbinden. Im Internet ist der Ball schon ins Rollen gekommen.

Global Goal, das Kunstprojekt für mehr Nachhaltigkeit zur WM, ist jetzt auch online abrufbar. Unter www.globalgoal.de finden sich zahlreiche Informationen rund um das Projekt selbst, den Künstler Hermann Josef Hack und weitere geplante Aktionen. Da 78 Prozent der Bevölkerung nichts mit dem Begriff Nachhaltigkeit anfangen können, sind Wissenschaftler der Universität Hohenheim und der Künstler Hermann Josef Hack nun eine ungewöhnliche Öko-Allianz eingegangen. So haben der Lehrstuhl für Umweltmanagement an der Universität Hohenheim unter der Leitung von Prof. Dr. Werner F. Schulz und der durch verschiedene gesellschaftskritische Aktionen, wie den Arme-Socken-Teppich, bekannte Künstler Hack das Projekt "Global Goal" ins Leben gerufen. Ziel der Aktion ist es, die Bevölkerung für eben dieses Thema zu sensibilisieren und dabei die FIFA-WM 2006 als Aufhänger zu nutzen.

Dabei soll aus Wasserwaagen ein riesiger Fußball hergestellt werden, der dann durch Stuttgart gerollt werden kann. Jede einzelne Wasserwaage wird von Menschen mit einem Begriffspaar beschriftet, das sie ins Gleichgewicht bringen möchten. Kommt der Ball dann ins Rollen, geraten zwar alle Wasserwaagen aus dem Gleichgewicht, aber trotzdem ist dabei immer noch eine in der Balance. "Dies ist ein Symbol für unseren Ist-Zustand", erklärt Hack die Objektkunst. Zugleich sei es eine Aufforderung, ein Gleichgewicht herzustellen, wie es für die Umweltsituation der Erde angesichts zunehmender Klimaveränderungen erforderlich sei.

Im Vorfeld vom kleinen Finale am 8. Juli 2006 findet die Aktion an verschiedenen Stellen in Stuttgart statt. Aber auch wer an diesen Tagen nicht in Stuttgart sein kann, kann den Ball schon jetzt symbolisch ins Rollen bringen. Unter www.globalgoal.de kann jeder "seine" Wasserwaage virtuell mit zwei Begriffen und seinem Namen beschriften und so seinen Beitrag leisten, damit die Aktion ein voller Erfolg wird und somit dem großen Ziel, der Nachhaltigkeitskommunikation, dient.

"Je mehr Menschen sich beteiligen, desto größer ist die Chance, Interesse für die Nachhaltigkeit zu wecken und die kurze Aufmerksamkeit für langfristiges Umdenken zu nutzen", so der Hohenheimer Professor Werner F. Schulz.

Erfolgreicher Vorgänger von "Global Goal" war das Projekt "Global Balance". Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 stellten Hack und sein Team im Goethe-Institut Athen und am Fuße der Akropolis eine Skulptur aus 1.000 Wasserwaagen in Form eines Bienenkorbs auf. Viele Menschen, darunter auch Dora Bakoyannis, damals Bürgermeisterin Athens und heute Außenministerin Griechenlands, beschrifteten Wasserwaagen mit einem Begriffspaar, das sie symbolisch ins Gleichgewicht bringen wollten. "Ziel war es, das Thema der Nachhaltigkeit ohne erhobenen Zeigefinger den Menschen im Rahmen eines Großereignisses, wie den Olympischen Spielen, nahe zu bringen", so Hack. Mit dem "Global Goal" soll der Weg nach Johannesburg zur nächsten Fußball-Weltmeisterschaft schon jetzt in Richtung Nachhaltigkeit bereitet werden.

Homepage Global Goal: http://www.globalgoal.de

Kontaktadresse (nicht zur Veröffentlichung):
Dipl. oec. Martin Kreeb, Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Umweltmanagement
Tel.: 0711 459-4051, E-Mail: info@globalgoal.de

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