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Interdisziplinäre Behandlungskonzepte der Orbita und Schädelbasis

05.07.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fachübergreifendes Symposium am 15. Juli am Jenaer Universitätsklinikum Am 15. Juli findet im Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Symposium "Interdisziplinäre Behandlungskonzepte der Orbita und Schädelbasis"
statt. Dieses erste Symposium zur interdisziplinären Behandlungen von Erkrankungen im Bereich der Schädelbasis in Jena ist gedacht als Forum zum Erfahrungsaustausch und einer weiterführenden Diskussion zur Optimierung der aktuellen interdisziplinären Behandlungskonzepte.

Die Schädelbasis umfasst mehrere operative Fachgebiete. Die chirurgischen Fächer Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde sowie Augenheilkunde sind involviert, so dass eine enge Zusammenarbeit unerlässlich ist, um eine qualifizierte Patientenversorgung zu gewährleisten. Erkrankungen der Schädelbasis sind Entzündungen, Frakturen und vor allem gutartige und bösartige Tumore, die in der Schädelbasis entstanden oder in diese eingewachsen sind. Für den Operateur ist eine genaue Kenntnis der anatomischen Strukturen, welche gerade in diesem Bereich sehr komplex sind, unerlässlich. Nach ausgiebiger bildgebender Diagnostik erfolgt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Planung des weiteren gemeinsamen Vorgehens der einzelnen Fachrichtungen. So ist eine umfassende Behandlung der Patienten gegeben.

Hilfreich ist heutzutage die Anwendung eines computergesteuerten Navigationsgerätes während der Operation, was eine erhebliche Orientierungshilfe darstellt und die Planung und Durchführung kompliziertester Schädelbasiseingriffe ermöglicht. Navigationssysteme ermöglichen die intraoperative Simulation der Instrumentenführung sowie die Einbindung von Mikroskop und Endoskop zu präzisem, minimal-invasivem Vorgehen bei Operationen der Nasennebenhöhlen, an der Schädelbasis und in der Augenhöhle (Orbita). Die 3-D-Visualisierung gibt dabei Informationen über Strukturen, die hinter den sichtbaren verborgen liegen.

Für die Zukunft werden gerade in Deutschland durch eine intensive Zusammenarbeit von interdisziplinären Schädelbasiszentren neue Impulse für Innovationen, zum Beispiel im Bereich der computernavigierten Chirurgie, für immer patientenorientiertere Verfahren zu erwarten sein.

Die wissenschaftliche Leitung des Jenaer Symposium obliegt Prof. Dr. Dr. Stefan Schultze-Mosgau, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Chirurgie, Prof. Dr. Jürgen Strobel, Direktor der Klinik für Augenheilkunde, Prof. Dr. Rolf Kalff, Direktor der Klinik für Neurochirurgie und Prof. Dr. Hilmar Gudziol, Komm. Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Die Veranstaltung findet von 9 bis 13 Uhr im Hörsaal 1 des Jenaer Universitätsklinikums, Erlanger Allee 101, statt.

Pressekontakt:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Romy Held
03641/3 53 32 29
presse@conventus.de

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