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Wissenschaftsrat: Wittener Humanmedizin ist zukunftsfähig

07.07.2006 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Grünes Licht für weitere Neueinschreibungen / Einschreibungsfrist für Humanmedizin endet am 31. August 2006 Die Fakultät für Medizin der Privaten Universität Witten/Herdecke kann weiter Studierende einschreiben. Den im Sommer 2005 ausgesprochenen Akkreditierungsvorbehalt für die medizinische Fakultät hat der Wissenschaftsrat (WR) heute (7.7.2006) bei seiner Sommersitzung in Mainz aufgehoben. Damit ist und bleibt die Universität Witten/Herdecke (UWH) die einzige private Hochschule in Deutschland mit einem humanmedizinischen Studiengang und ist nunmehr vollständig akkreditiert.

Wörtlich heißt es in der vorliegenden Stellungnahme des Wissenschaftsrats zur Neukonzeption des Studienganges: "Der Wissenschaftsrat kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass der Bericht der UWH zur Fortentwicklung ihrer Humanmedizin vom Juni 2006 einen konzeptionell wie strukturell zweckdienlichen Rahmen bildet. In diesem kann die humanmedizinische Lehre stabilisiert werden und die Forschung sich sowohl im Bereich von grundlagenorientierten als auch klinischen Fächern mit einer zukunftsfähigen Perspektive entwickeln."

Die Universität kann nun die in der Neukonzeption festgelegten Punkte umsetzen. In vielen Bereichen haben die Arbeiten dafür schon begonnen - beachtliche und vom Wissenschaftsrat anerkannte Fortschritte wurden bereits erzielt.

Uni-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Glatthaar zeigte sich über das Ergebnis zufrieden: "Die Fakultät für Medizin und insbesondere der Dekan, Prof. Dr. Matthias Schrappe, haben herausragende Arbeit geleistet." Glatthaar dankte auch dem Land Nordrhein-Westfalen für die konstruktive Zusammenarbeit in dieser schwierigen Entwicklungsphase der Universität. "Die Landesregierung hat den ganzen Prozess außerordentlich konstruktiv begleitet."

Nach der positiven Entscheidung des Wissenschaftsrats werde die Universität das neue Konzept nun zügig weiter umsetzen, versprach Glatthaar: "Wir werden beweisen, dass die Universität das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigt." Das neue Konzept stelle eine konsequente Weiterentwicklung des bisher schon anerkannten Wittener Ansatzes in der Medizinerausbildung dar, der sich laut Wissenschaftsrat "durch innovative Ansätze in der medizinischen Lehre, den frühen intensiven Patientenkontakt der Studierenden, das Problemorientierte Lernen sowie die Verknüpfung zwischen vorklinischen und klinischen Studieninhalten" auszeichnet.

Kernpunkte der jetzt vom Wissenschaftsrat anerkannten Neukonzeption sind neben dem Schwerpunkt Versorgungsforschung eine deutliche Ausweitung der grundlagenorientierten Forschung und Lehre sowie eine wirksame Vernetzung der Fakultäten für Biowissenschaften und Medizin. Die klinische Forschung wird ebenfalls konzentriert und deutlich gestärkt. Die strategische Weiterentwicklung der Fakultät ist mit einer deutlichen personellen Aufstockung um neun interne Professuren und 21 wissenschaftliche Mitarbeiter - vor allem in dem neu entstehenden grundlagenwissenschaftlichen Bereich "Molekulare Mechanismen der akuten und chronischen Inflammation" - verbunden.

Bei einer Pressekonferenz am

Dienstag, den 11.7.2006, 10.30 Uhr im Senatsraum
der Universität Witten/Herdecke (Raum 1.151), Campusbau (Alfred-Herrhausen-Str. 50, 58448 Witten)

informieren Uni-Präsident, Prof. Dr. Wolfgang Glatthaar, und Medizin-Dekan, Prof. Dr. Matthias Schrappe, über das Konzept in seiner überarbeiteten Form, die sich aus dem Votum des WR ergebenden strategischen Entwicklungspotenziale von Fakultät und Universität sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen.

Die Einschreibungsfrist für ein Studium der Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke endet am 31. August 2006.

Was ist Versorgungsforschung? (Quelle: Bundesärztekammer)

Versorgungsforschung ist die wissenschaftliche Untersuchung der Versorgung von Einzelnen und der Bevölkerung mit gesundheitsrelevanten Dienstleistungen und Produkten unter Alltagsbedingungen. Dazu analysiert die Versorgungsforschung, wie Finanzierungssysteme, soziale und individuelle Faktoren, Organisationsstrukturen und -prozesse und Gesundheitstechnologien den Zugang der Patienten und Versicherten zur Kranken- und Gesundheitsversorgung sowie deren Ergebnisse (outcome), Qualität und Kosten beeinflussen. Gegenstand der Versorgungsforschung ist die "letzte Meile" des Gesundheitssystems, d.h. sie zeichnet sich durch ihre besondere Nähe zur klinisch praktischen Patientenversorgung der ärztlichen Tätigkeit aus.


Pressekontakt: Abteilung Kommunikation, Dr. Olaf Kaltenborn, Tel.: 02302/926-848, E-Mail: olafk@uni-wh.de
Nähere Informationen zum Medizinstudium: www.uni-wh.de/medizin
Weitere Informationen: http://www.uni-wh.de/medizin http://wga.dmz.uni-wh.de/orga/html/default/rheu-6pt9vb.de.html
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