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Saarbrücker Personalmanagement-Forschung: "Führungskräfte à la Jürgen Klinsmann sind gefragt"

07.07.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Saarbrücker Personalmanagement-Forschung bewertet Umfrageergebnisse unter Firmenmitarbeitern Auch wenn Deutschland diesmal nicht Fußball-Weltmeister geworden ist, bleibt die Begeisterung für die deutsche Mannschaft und für ihren Trainer Jürgen Klinsmann ungebrochen. Noch kurz vor der WM waren sich die Medien im Großen und Ganzen darüber einig, dass Jürgen Klinsmann als Trainer nicht unbedingt überzeugt. Anders argumentierte die Saarbrücker Personalmanagement-Forschung, die schon Anfang letzten Jahres Klinsmann als Musterbeispiel für moderne Führung und für die Umsetzung des "Darwiportunismus" dargestellt hat. (Der Begriff steht für eine Arbeitswelt, die geprägt ist von darwinistischen Unternehmen und opportunistischen Mitarbeitern, wobei keiner mehr mit einer Stammplatzgarantie rechnen kann.)

Vieles von dem, was Prof. Dr. Christian Scholz von der Universität des Saarlandes unter anderem in seinem Artikel in der Süddeutschen Zeitung im August 2005 über den Bundestrainer geschrieben hat ("Was Manager von Klinsmann lernen können"), findet inzwischen Zustimmung.

Was aber wollen Mitarbeiter von ihren Chefs? Was von dem, was Klinsmann verkörpert, würden sie gerne ihren Führungskräften ins Stammbuch schreiben?

Zu diesem Zweck wurden Teilnehmer aus dem prisma worklife panel im Euphorie-Hoch zwischen Viertel- und Halbfinale befragt. Auf diese Weise bewerteten 145 Mitarbeiter verschiedener deutscher Unternehmen, wie stark die Prinzipien des Trainers bei den Führungskräften des eigenen Unternehmens ausgeprägt sind. Zudem sollten sie die Aussagen auswählen, die sie ihren Führungskräften ins Stammbuch schreiben würden.

Ganz klare Spitzenreiter bei den "Sprüchen für das Stammbuch":
Klare Ansage der Strategie (Platz 1), klare Kommunikation der Spielregeln (Platz 2), fester Glaube an die Mitarbeiter (Platz 3) sowie positive Vision vom anzustrebenden Ziel (Platz 4).

Gleichzeitig gab es durchaus gute Noten für Führungskräfte: Nach Meinung der Mitarbeiter setzen Führungskräfte vor allem auf Eigenverantwortung für die individuelle Motivation und Vorbereitung der Mitarbeiter (63 %), gefolgt vom absoluten Glauben an die eigene Stärke (59 %).

Nicht vorhanden und von Mitarbeitern auch nicht gewünscht ist dagegen das "Spielen ohne Stammplatzgarantie". Dazu Prof. Scholz: "Dies überrascht nicht, ist aber trotzdem bedenklich. Denn in unserer aktuellen Arbeitswelt werden wir uns darauf einstellen müssen". Genauso, wie man sich letztlich auch auf Jürgen Klinsmann eingestellt hat.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Christian Scholz
Institut für Managementkompetenz (imk), Universität des Saarlandes,
Tel.: 0681/ 302-4120
E-Mail: scholz@orga.uni-sb.de, http://www.orga.-uni-sb.de

Auskünfte über Einzelheiten zur durchgeführten Befragung erteilt:
Dipl.-Kff. Karoline Niemczyk
Tel.: 0681/302-4723
E-Mail: kn@orga.uni-sb.de sowie im Internet unter: http://www.orga.uni-sb.de/imk/Klinsmann

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