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Auschwitz-Ausstellung wird am 27. Januar an der Universität Jena eröffnet

24.01.2003 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Gedenkstätte zwischen Grauen und Erinnerung

Jena (24.01.03) Der Tag der Ausstellungseröffnung ist nicht zufällig gewählt: Der 27. Januar ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Datum wurde in Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 gewählt. Kein Datum könnte daher besser passen als der 27. Januar, um eine Ausstellung über die Gedenkstätte Auschwitz zu eröffnen. Die Theologische Fakultät der Uni Jena lädt daher gemeinsam mit der Stadt und der Jüdischen Gemeinde am Montag ab 18 Uhr in das Aula-Foyer (Fürstengraben 1) der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein. Bis zum 28. Februar wird hier die Ausstellung "Jüdische Menschen auf dem Weg von Krakau nach Auschwitz" gezeigt.

Präsentiert wird das Thema in einer neuen Konzeption, die sowohl mit Lichteffekten und figürlicher Symbolik arbeitet als auch greifbare und akustische Qualitäten einsetzt, um eigene Erfahrungen zeitgemäß umzusetzen. Gesammelt wurden diese Erfahrungen - sowie Fotos und Dokumente - bei einer Exkursion von Prof. em. Dr. Dr. Klaus Petzold mit Studierenden und Gästen im Herbst 2002. Bei dieser Studienreise zur Gedenkstätte Auschwitz begaben sich die Religionspädagogen und Theologen auf eine Reise der Erinnerung. "In Krakau haben wir Spuren des jüdischen Lebens vor 1945 aufgesucht, in Auschwitz-Birkenau sind wir den Weg zum Gas und zu den Krematorien nachgegangen", beschreibt Petzold. Diese Route von der Stadt Krakau, die damals zu fast einem Viertel von Juden bewohnt wurde, bis zum nur eine Stunde entfernten Konzentrationslager mit seiner Mordmaschinerie will die Exposition nachzeichnen.

Dabei wird die qualvolle Strecke bei manchem Thüringer ein Déjà-vu erzeugen - "ganz ähnlich war auch der Weg der Juden in Jena", zeigt der Jenaer Religionspädagoge den lokalen Bezug auf. Jenas Juden wurden entweder nach Buchenwald oder Auschwitz deportiert. "Das Geheimnis der Versöhnung beginnt mit dem Erinnern", bringt Petzold den Sinn und Leitsatz der Ausstellung auf den Punkt, zu deren Eröffnung die Öffentlichkeit und die Medien herzlich eingeladen sind.
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