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Interkulturelle Unternehmenskommunikation

10.07.2006 - (idw) Universität Erfurt

Studierende präsentieren Ergebnisse - Förderpreis der Thüringer Landesmedienanstalt wird verliehen Am Freitag (14. Juli 2006) präsentieren Erfurter Studierende der Kommunikationswissenschaft wieder die Ergebnisse ihrer einjährigen Projektstudienphase. "Die Projektstudienphase im 5. und 6. Semester zeichnet unseren Erfurter Studiengang aus", so Prof. Dr. Patrick Rössler, Experte für empirische Kommunikationsforschung. "Hier lernen die Studierenden ihr im Theoriestudium erworbenes Wissen bei einer wissenschaftlichen Untersuchung im Team in die Praxis umzusetzen".

Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Coelicum der Katholisch-Theologischen Fakultät (Domstraße 10) mit einem Grußwort der Vizepräsidentin Prof. Dagmar Demming. Seminarratssprecher Prof. Dr. Friedrich Krotz und der Absolvent Julian Lambertin sprechen im Anschluss. Ab 16.30 Uhr präsentieren die Studierenden ihre Ergebnisse von sechs Projektgruppen. In Gruppen von sieben bzw. acht Studierenden haben sie ihr erworbenes Fach- und Methodenwissen sowie ihre Fähigkeiten im Projektmanagement in der eigenständigen Konzeption und Umsetzung eines zweisemestrigen Forschungsprojekts angewendet. Für und mit einem Projektpartner wurde - unterstützt von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern - eine wissenschaftliche Arbeit mit Praxisorientierung erarbeitet.

Eine Projektarbeit widmete sich in diesem Jahr dem Feld der Interkulturellen Unternehmenskommunikation. Das Projekt der Gruppe COM.UNITY untersuchte die Art und Weise, wie die vom Unternehmen ausgehende Mitarbeiterkommunikation, der kulturelle Hintergrund der Mitarbeiter und der Grad der Identifikation mit einzelnen Tochterunternehmen bzw. dem Gesamtunternehmen die interpersonale Kommunikation zwischen den internationalen Standorten im Falle des Unternehmens Marquardt beeinflussen. Die Untersuchung umfasste einen Methodenmix aus drei aufeinander aufbauenden Schritten: Zunächst wurden die Mitarbeiterzeitschrift und der Newsletter jeweils in der deutschen und internationalen Ausgabe inhaltsanalytisch untersucht. Im Anschluss wurden 29 qualitative Experteninterviews mit Mitarbeitern an den Standorten Rietheim (Deutschland), Cazenovia (USA) und Shanghai (China) durchgeführt, um die Ergebnisse dann anschließend mittels Fragebogenbefragung aller Personen an diesen drei Standorten, die regelmäßig interkulturell kommunizieren (N=314), zu verbinden.
Die Ergebnisse, die auch dem Unternehmen zur Verfügung gestellt werden zeigen, dass der Einfluss des kulturellen Hintergrunds vor allem bei der Kommunikation zwischen den Standorten in Deutschland und den USA einerseits und in China andererseits deutlich wird. Daneben ergibt sich die organisationale Identifikation mit dem Gesamtunternehmen oder seinen Teilen und deren jeweiligen Zielen als Einflussfaktor auf die Kommunikation zwischen Mitarbeitern verschiedener Standorte. Die Mitarbeiterkommunikation stellt eine Option dar, die Identifikation mit dem Unternehmen zu steigern, kann diese Funktion aber in der gegenwärtigen Form nicht erfüllen. Weitere Einflussfaktoren sind beispielsweise die Sprachkenntnisse der Mitarbeiter, die Struktur des Unternehmens, sowie das Verständnis der Unternehmensphilosophie und -leitwerte.

Zum Abschluss der Präsentation werden um 19 Uhr die Förderpreise der Thüringer Landesmedienanstalt für die besten Abschlussarbeiten durch den Direktor Dr. Victor Henle verliehen. Die Vertreter der Medien sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

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