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Verdienste um die Behandlung krebskranker Patienten

24.01.2003 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Bundesverdienstkreuz an Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher verliehen


Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher / Foto: Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg Für seine Verdienste um die Behandlung krebskranker Patienten hat Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten. Mehr als 30 Jahre habe er sich beispielhaft als Arzt und Wissenschaftler engagiert, erklärte Prof. Peter Frankenberg, Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, der die Ehrung heute in Heidelberg vornimmt.

Prof. Wannenmacher (64) ist seit 1988 Geschäftsführender Direktor der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg und seit 1997 Vorsitzender des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim. Zu den Schwerpunkten des international bekannten Experten für Strahlentherapie gehören klinische und experimentelle Studien, die sich mit der Ermittlung wirksamer, aber möglichst schonender Strahlendosen bei "systemischen" Krebserkrankungen, die den gesamten Körper betreffen, befassen, oft in Kombination mit Chemotherapie. So konnte das optimale Bestrahlungsregime für eine Blutkrebserkrankung des Kinder- und Jugendalters, den Morbus Hodgkin, entwickelt werden.

Weitere Schwerpunkte Prof. Wannenmachers sind die gezielte stereotaktische Bestrahlung lokalisierter Tumoren sowie der gemeinsame Einsatz von Strahlentherapie und Hyperthermie. Richtungsweisend ist seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt, und dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Durch Bestrahlung mit schweren Ionen können bislang unheilbare Tumoren behandelt werden. Die Erweiterung der Strahlenklinik zur Schwerionentherapie ist vom Wissenschaftsrat genehmigt und wird derzeit am Heidelberger Klinikum vorbereitet.

Prof. Wannenmacher hat sich neben seiner umfangreichen klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit in verantwortlichen Positionen für Klinikum, Fakultät und wissenschaftliche Fachgesellschaften engagiert. In den Jahren 1990 bis 1993 war er Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg und 1999 bis 2001 Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Das Amt des Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft hatte er von 1992 bis 1996 inne.
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