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Maschinelle Wahrnehmung als neuer Informatik-Studiengang in Krefeld

10.07.2006 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

Beim Menschen sind die Augen und die Ohren die beiden wichtigsten Sinnes-Organe für die Wahrnehmung, aber es gibt auch Maschinen, die diese Aufgaben wahrnehmen - zum Teil schneller und perfekter als der Mensch selbst. An der Hochschule Niederrhein werden ab Herbst in einem neuen Informatik-Studiengang die Spezialisten ausgebildet, die die audiovisuellen Systeme für die maschinelle Wahrnehmung entwickeln und in der Praxis einsetzen. Wer in vier Semestern den Master of Science erwerben will, muss bereits ein Diplom oder einen Bachelor-Abschluss in Informatik vorweisen können. Der akkreditierte Studiengang eröffnet den Zugang zum höheren Dienst und berechtigt zur Promotion.

Sprache und Bilder in optische und akustische Signale zu "verpacken" und umgekehrt wieder lesbar zu machen - das ist einer der Inhalte des anspruchsvollen Studienangebots. Wer sein Fahrtziel in einen Fahrkartenautomaten spricht und danach direkt die Fahrkarte ausgedruckt bekommt oder sein Diktiergerät ohne Einsatz der Hände gleich mit einem Drucker koppelt, hat mit der Anwendung schon Bekanntschaft geschlossen. Solche Spracherkennungssysteme sind das Spezialgebiet von Prof. Dr. Hans-Günter Hirsch, der damit etwa ein sprachgesteuertes Stauinformationssystem entwickelt hat. Seine Kollegin Prof. Dr. Regina Pohle nutzt die bildverarbeitenden Systeme für die Auswertung medizinischer Daten, zum Beispiel aus Kernspintomographen.

Neben Bild- und Sprach-Erkennung ist das "Information Retrieval" das dritte "Standbein" des Masterstudiengangs. "Mit Suchmaschinen kann dabei in Spezialdatenbanken gezielt nach Inhalten geforscht werden", nennt Prof. Dr. Christoph Dalitz ein Beispiel. Noch "pfiffiger" ist eine andere Anwendung: Wer am Computer ein Lied pfeift und den Namen des entsprechenden Titels sucht, kann in spezialisierten Musikdatenbanken fündig werden - vorausgesetzt, er hat die nötige Software dafür. Gar nicht so abwegig, dass sie von einem Studenten oder Absolventen aus Krefeld entwickelt wurde.

Nähere Informationen im Netz unter www.hs-niederrhein.de

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