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Minister Frankenberg überreicht Althistoriker Prof. Géza Alföldy das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

24.01.2003 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Hervorragende wissenschaftliche Leistungen und vorbildlicher Einsatz für die Internationalisierung der Wissenschaften ausgezeichnet

Der emeritierte Heidelberger Althistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Géza Alföldy hat aufgrund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen sowie seines vorbildlichen Einsatzes für die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und die Internationalisierung der Wissenschaft das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg überreichte ihm die hohe Auszeichnung am 24. Januar in Heidelberg.

"Géza Alföldy hat sich in seinen Forschungen vor allem der römischen Sozialgeschichte und dem Studium lateinischer Inschriften gewidmet. Er gilt weltweit als der führende Historiker der Gesellschaftsstrukturen der römischen Kaiserzeit", erklärte Frankenberg. Alföldy habe auch eine elektronische Datenbank lateinischer Inschriften eingerichtet, die jedes Jahr Tausende Forscher weltweit nutzen. Sein internationales Renommee verdanke er unter anderem 500 wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie seinen leitenden Tätigkeiten in internationalen Projekten. Darüber hinaus habe sich Géza Alföldy sehr engagiert dem wissenschaftlichen Nachwuchs vor allem in den ehemaligen Ostblockländern gewidmet, betonte der Minister. "Mit seinem vorbildlichen Engagement hat Prof. Alföldy die Forschung in seinem Fach nachhaltig geprägt, Generationen von jungen Wissenschaftlern in jeder Hinsicht gefördert und die Internationalisierung der deutschen Geisteswissenschaften maßgeblich vorangetrieben."

Géza Alföldy wurde am 7. Juni 1935 in Budapest geboren und 1959 in Budapest promoviert. 1965 kam er nach Deutschland. Nach der Habilitation in Bonn und einer ersten Professur für Alte Geschichte in Bochum erhielt er 1975 einen Ruf an die Universität Heidelberg. Im Oktober 2002 wurde Alföldy offiziell emeritiert. Er ist aber weiterhin am Seminar für Alte Geschichte in Forschung und Lehre tätig.

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen hat Alföldy zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1986), den Max-Planck-Preis (1992), den Premi Internacional Catalonia (1997), die Gedenkplatte des Präsidenten der Republik Ungarn "Imre Nagy" (1997) und das Kreuz des Heilgen Georg der katalanischen Landesregierung (2001). Universitäten in Barcelona, Pécs, Budapest und Lyon haben ihm die Ehrendoktorwürde verliehen. In den Jahren 1994 bis 1998 war Alföldy Sekretär der philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Während seiner Zeit an der Universität Heidelberg hat er mehr als 30 althistorische Dissertationen und Habilitationen sowie über 100 ausländische Gastwissenschaftler und Stipendiaten aus drei Kontinenten betreut und unterstützt.

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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