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Universität und FH Augsburg werden "PartnerHochschulen des Spitzensports"

27.01.2003 - (idw) Universität Augsburg

Vertragsunterzeichnung mit anschließender Pressekonferenz am 3. Februar -


Am Montag, dem 3. Februar, unterzeichnen der Rektor der Universität Augsburg, der Präsident der Fachhochschule Augsburg und der Leiter des Studentenwerks Augsburg gemeinsam mit dem Leiter des Olympiastützpunkts Bayern (OSP) und dem Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) Kooperationsvereinbarungen, die die Universität und die FH Augsburg zu "PartnerHochschulen des Spitzensports" machen. Die Vereinbarungen schaffen LeistungssportlerInnen bessere Voraussetzungen, um in Augsburg ein zügiges und erfolgreiches Studium mit ihren Trainings- und Wettkampferfordernissen zu vereinbaren. Die feierliche Vertragsunterzeichnung beginnt um 17.00 Uhr im Sportzentrum der Universität Augsburg. Hierzu und zur anschließenden Pressekonferenz sind die VertreterInnen der Medien herzlich eingeladen.

TRAININGSPENSUM UND WETTKAMPFKALENDER VERSUS STUNDENPLAN UND PRÜFUNGSTERMINE

In den USA ist die Leistungssportförderung an den Universitäten längst eine Selbstverständlichkeit. Auch in Deutschland rekrutiert sich ein erheblicher Teil der Leistungs- und SpitzensportlerInnen aus den staatlichen Hochschulen; aus ihnen kam zuletzt z. B. rund ein Viertel der deutschen Olympiamannschaften. Aber anders als etwa Angehörige der Sportfördergruppen von Bundeswehr, Bundesgrenzschutz oder Zoll finden studierende Spitzenathleten an deutschen Universitäten und Hochschulen nicht automatisch optimale Bedingungen, die es Ihnen erlauben, ihren Sport mit ihrer Ausbildung in befriedigenden Einklang zu bringen. Ein Trainingspensum von zwanzig Stunden und mehr pro Woche und fest vorgegebene nationale wie internationale Wettkampfkalender führen unausweichlich immer wieder zu Kollisionen mit den terminlichen und sonstigen formalen Zwängen eines regulären Studiums.

WACHSENDE ZAHL VON "PARTNERHOCHSCHULEN DES SPITZENSPORTS"

Hier unter Wahrung der gesetzlichen Vorgaben, aber unter Nutzung mobilisierbarer Spielräume Flexibilität und Entlastung zu schaffen, ist das Ziel eines vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) und von den Olympiastützpunkten initiierten Programmes, an dem sich als "PartnerHochschulen des Spitzensports" mittlerweile etwas mehr als zehn deutsche Universitäten und Hochschulen beteiligen. In den vergangenen beiden Jahren haben z. B. die Universitäten Heidelberg, Erfurt, Würzburg und Münster, alle Hamburger Universitäten und Hochschulen sowie die beiden Münchner Universitäten entsprechende Abkommen unterzeichnet; jüngst hinzugekommen ist die Universität des Saarlandes; die FH Kempten war im Oktober 2000 die erste deutsche Hochschule, die einen entsprechenden Partnerschaftsvertrag - in den auch das für Kempten mit zuständige Studentenwerk Augsburg bereits mit eingebunden ist - speziell mit Blick auf den Wintersport eingegangen ist.

DAS STUDIUM OHNE QUALIFIKATIONSVERLUST IN ANGEMESSENER ZEIT BEWÄLTIGEN

In den jeweils individuell gestalteten Vereinbarungen verpflichten sich die Vertragspartner generell dazu, studentischen Spitzensportlern Studienbedingungen zu bieten, mit denen sie Studium und Spitzensport leichter unter einen Hut bringen können als bisher. Im Kern geht es darum, die Studien- und die Prüfungspläne dahingehend zu flexibilisieren, dass die SportlerInnen - ohne Abstriche bei den inhaltlichen Qualifikationen - ihren angestrebten Abschluss in einem angemessenen Zeitrahmen erreichen können. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung der beiden Münchner Universitäten betonte Wissenschaftsminister Zehetmair, dass die Verträge "Härten vermeiden und einen geregelten Studienablauf unter den Bedingungen des Hochleistungssports ermöglichen" sollen, denn wer sich als Hochleistungssportlerin oder -sportler ein reguläres Studium zumute und zutraue, verdiene jede Unterstützung seiner Universität.

ERFOLGREICH STUDIERENDE LEISTUNGSSPORTLER ALS VORBILDER

Christine Höss-Jelten, Leiterin des Hochschulsports Augsburg (HSA), der im Sommer 2003 seinen 30. Geburtstag feiern wird, teilt diese Auffassung mit Nachdruck: "Wir müssen diese gezielte Förderung auch unter dem Aspekt sehen, dass Athletinnen und Athleten, die es schaffen, Leistungssport und Studium zu verbinden, die eigentlichen Vorbilder für unseren Sport-Nachwuchs sind. Deshalb fördern wir im HSA den Leistungssport sowohl in Einzel- als auch in Mannschaftssportarten. So wurde erst neulich unsere Mannschaft bayerischer Meister im Hallenfussball, und vor zwei Jahren haben wir z. B. die ersten deutschen Hochschulmeisterschaften im Mountainbiking auf unseren Campus geholt. Rund 1.600 Angehörige der Universität und der Fachhochschule sind derzeit in unseren 165 Kursen aktiv. Diese Breitenwirkung ist uns wichtig. Aber selbstverständlich wollen wir auch Spitzenleistungen fördern."

FLEXIBLE RAHMENBEDINGUNGEN, INDIVIDUELLE BERATUNG, EINVERNEHMLICHE KOORDINATION

In dem am 3. Februar 2003 zur Unterzeichnung anstehenden Vertragswerk verpflichtet sich die Universität Augsburg konkret u. a. dazu, bei der Hochschulzulassung in Studiengängen mit einem örtlichen NC SpitzensportlerInnen gegenüber die einschlägigen Regeln zum Nachteilsausgleich anzuwenden; sie wird sich weiterhin darum bemühen, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten, der gesetzlichen Bestimmungen und ihrer finanziellen Möglichkeiten den AthletInnen persönliche MentorInnen zur individuelle Beratung bereitzustellen; sie wird darüber hinaus im Rahmen des Möglichen Flexibilität bei einer Studienplanung einräumen, die sich auch an den sportfachlichen Bedingungen und Voraussetzungen sowie an den Trainings- und Wettkampfplanungen der AthletInnen und der jeweiligen nationalen Spitzenverbände orientiert. Zudem verpflichtet sich das Studentenwerk Augsburg, bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben die Bedürfnisse der in Augsburg studierenden SpitzensportlerInnen inbesondere bei der Bereitstellung von Wohnheimplätzen und bei der Verpflegung zu berücksichtigen.

AUGSBURG: FÜR STUDIERENDE SPITZENSPORTLERINNEN EMPFEHLENSWERT

Die anderen Vertragspartner verpflichten sich u. a. dazu, AthletInnen, die ein Hochschulstudium absolvieren wollen, die Universität Augsburg als PartnerHochschule des Spitzensports zu empfehlen und im Rahmen einer entsprechenden Beratung und Betreuung der AthletInnen sowie im Kontakt mit der PartnerHochschule die Koordination nach Maßgabe der Bedürfnisse beider Seiten zu fördern. In diesem Sinne binden sich - in acht Paragraphen konkretisiert - auch die vom jeweiligen Spitzenverband sportlich ausgebildeten und geförderten und vom adh unterstützten sowie für den adh startenden KaderathletInnen, die ihm Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung Förderung genießen werden.

VERTRAGSUNTERZEICHNUNG UND PRESSEKONFERENZ AM 3. FEBRUAR

Für die feierliche Vertragsunterzeichnung am Montag, dem 3. Februar 2003, um 17.00 Uhr im Sportzentrum der Universität Augsburg (Universitätsstraße 3) ist folgendes Programm vorgesehen:

BEGRÜSSUNG

Prof. Dr. Helmut Altenberger
Leiter des Sportzentrums der Universität Augsburg

GRUSSWORTE

Prof. Dr. Wilfried Bottke
Rektor der Universität Augsburg

Prof. Hans Jürgen Körner
Präsident der Fachhochschule Augsburg

DIE GRUNDINTENTIONEN DER KOOPERATIONSVEREINBARUNG

Prof. Dr. Martin Lames
Professur für Bewegungs- und Trainingswissenschaft

VERTRAGSUNTERZEICHNUNG

Prof. Dr. Wilfried Bottke
Rektor der Universität Augsburg

Prof. Hans Jürgen Körner
Präsident der Fachhochschule Augsburg

Peter Vögl

Geschäftsführer des Studentenwerks Augsburg

Henning Schreiber
Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulverbandes (adh)

Dr. Thomas Flock
Leiter des Olympiastützpunkts Bayern (OSP)
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Bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung stehen die Repräsentanten aller beteiligten Einrichtungen zur Verfügung. Die VertreterInnen der Medien sind auch zum anschließenden Imbiss im Foyer des Sportzentrums herzlich eingeladen. Geben Sie uns bis zum 31. Januar telefonisch (0821/598-2094), per Fax (0821/598-5288) oder per mail (klaus.prem@presse.uni-augsburg.de) Bescheid, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen!
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