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"Stiftung Jugendfußball" an der Universität Paderborn blickt auf erfolgreiche WM-Aktivitäten zurück - Planung

18.08.2006 - (idw) Universität Paderborn

Die im Jahr 2000 gegründete und an der Universität Paderborn angesiedelte "Stiftung Jugendfußball" zieht eine positive WM-Bilanz: Die Weltmeisterschaft wurde effektiv genutzt, um auf die vielfachen Aktivitäten aufmerksam zu machen und Kinder und Jugendliche zum gemeinsamen Spiel zusammenzubringen. Bereits begonnen haben die Planungen für die Europameisterschaft in zwei Jahren und die Weltmeisterschaft 2010. Kontakt: Stiftung Jugendfußball, c/o Universität Paderborn, Sportmedizinisches Institut, Katrin Hemschemeier, Tel.: 05251-60-3200, E-Mail: k.hemschemeier@stiftung-jugendfußball.de, www.stiftung-jugendfußball.de

Die vom Sportmediziner Prof. Dr. med. Heinz Liesen von der Universität Paderborn und vielen prominenten Spielern gegründete Stiftung koordinierte während der WM als Dachorganisation verschiedene Projekte. Prof. Liesen: "Verbindend ist der Gedanke, dass Fußball nicht "nur Sport" ist, sondern eine gesellschaftliche Funktion erfüllt. Kinder und Jugendliche sollen vom Fußball für das Leben lernen."

Von einem Projekt der Stiftung, dem weltweit aktiven Straßenfußball-Netzwerk "streetfootballworld", wurde während der WM das "festival 06" organisiert. Bei diesem Turnier demonstrierten Jugendliche aus 22 Ländern, wie Fußball spielerisch zur Völkerverständigung beitragen kann. Für dieses Engagement wurde das "festival 06" mit dem Fair-Play-Pokal der FIFA ausgezeichnet. Zum ersten Mal überhaupt wurde dieser Preis nicht an eine Mannschaft, sondern an ein Projekt überreicht. In vier Jahren wird als offizieller Bestandteil der "großen WM" in Südafrika das "2. streetfootballworld festival" stattfinden.

Bereits bei der Eröffnung des festival 06 zeigte sich FIFA-Präsident Joseph Blatter beeindruckt von der Idee des Turniers. Gespielt wurde nach den Regeln des "Straßenfußballs für Toleranz": Vor jedem Spiel vereinbaren die Mannschaften die Regeln, einen Schiedsrichter gibt es nicht. Fair Play und Respekt für den Anderen sind höchstes Gebot. Wenn sich die Teams einmal nicht einig werden, vermitteln unabhängige Moderatoren. Fußball hilft so bei der Vermittlung grundlegender menschlicher Werte wie Respekt für den Gegner und Anerkennung von Regeln.

Auch in der heimischen Arbeit aller teilnehmenden Projekte wird der Fußball als Mittel z. B. gegen Gewalt, Drogen und Armut eingesetzt. Das Siegerteam aus Kenia stammt beispielsweise aus dem Projekt Mathare Youth Sports Association, in dem sich 17.000 junge Menschen vor allem für den Umweltschutz engagieren.

Mit "WM Schulen - Fair Play for Fair Life" präsentierte die Stiftung ein weiteres viel beachtetes Projekt. 2005 Schulen hatten sich 18 Monate fußballübergreifend mit je einer der FIFA-Nationen beschäftigt und Projekttage und Turniere veranstaltet. Mit Toren allein konnte bei diesem Turnier kein Sieg errungen werden, denn die nach dem Spiel vergebenen Fair-Play-Punkte entschieden zusammen mit den Treffern über Sieg und Niederlage. Schulweltmeister in diesem ganzheitlichen Sinne wurde Angola, vertreten durch die Nürnberger Bertold-Brecht-Schule.


Durch diese und weitere Projekte schafft es die "Stiftung Jugendfußball", auch auf die gesellschaftliche Dimension des Sports hinzuweisen. Die Auswertung des Rahmenprogramms zur WM läuft noch - und die Vorbereitungen für die kommenden internationalen Turniere laufen schon an - natürlich ganz im Sinne der Stiftungsziele: Förderung junger Menschen im und durch Fußball. www.stiftung-jugendfussball.de/
Weitere Informationen: http://www.stiftung-jugendfussball.de/
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