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Profil zeigen - FH Trier verlängert Einschreibefrist

22.08.2006 - (idw) Fachhochschule Trier

Die Einführung eines Numerus Clausus für alle Fächer hat die Fachhochschule Trier schon im Vorfeld abgelehnt. Ihre Einschätzung bestätigt sich nun: Der Zustrom von Studienbeitragsflüchtlingen aus den Bundesländern, die in diesem Jahr die allgemeine Studienbeitragspflicht eingeführt haben, hat kaum Auswirkungen auf die Bewerbersituation an der FH in Trier. Wie die Fachhochschule Trier schon bei der von ihr vorteilhaft umgemünzten Strukturreform der vergangenen Jahre bewiesen hat, geht die FH Probleme erfolgreich offensiv an: Jetzt verlängert sie sogar die allgemeine Bewerbungsfrist bis zum 30. August. "Wir verzeichnen zwar deutlichen Schwankungen in den einzelnen Disziplinen, haben aber hinsichtlich der Gesamtbewerbungen lediglich einen Anstieg von vier Prozent zum Vorjahreszeitpunkt zu verzeichnen. Auch bei Zusammensetzung und Herkunft der Bewerber gab es, dem ersten Augenschein nach, keine wesentlichen Veränderungen", beschreibt Präsident Bert Hofmann die derzeitige Lage. "Damit bestätigen sich unsere Annahmen, die uns von einer dramatisierenden allgemeinen Einführung eines NC für alle Fächer abgehalten haben".

Der Einzugsbereich der FH Trier ist - wie bei anderen Fachhochschulen auch - überwiegend regional. So kommen etwa 70 % der Studierenden aus der Region. Aufgrund der guten Verkehrsanbindung schließt man hierbei den Norden des Saarlandes mit ein. Nach Osten hin, vermutete man, wird der befürchtete Zustrom an Studienbeitragsflüchtlingen aus den Bundesländern, die in diesem Jahr die allgemeine Studienbeitragspflicht eingeführt haben, eher von den am Rhein ansässigen Fachhochschulen abgefangen.

So hatte man schon im Vorfeld keinen nennenswerten Anstieg der Bewerberzahlen für die FH Trier angenommen und beantragte lediglich in den betriebswirtschaftlichen Fächern - BWL, Wirtschaftsinformatik und International Business englisch/französisch/spanisch - sowie im Studiengang Lebensmitteltechnik eine Zulassungsbeschränkung über einen NC. In den Gestaltungsfächern Innenarchitektur, Kommunikationsdesign, Modedesign und Edelstein- und Schmuckdesign wird die Zulassung zum Studium ohnehin vom Bestehen einer Aufnahmeprüfung mit Mappenprüfung abhängig gemacht.

Die großen Schwankungen zwischen den Bewerberzahlen der einzelnen Fächer führt die FH auf Unsicherheiten und Informationsdefizite über die allgemeine Akzeptanz der neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse in der Wirtschaft und auf ein stark verändertes Einschreibeverhalten zurück. "Vorsorgliche Bewerbungen sind noch lange keine eingeschriebenen Studierenden", erklärt Hofmann. So besteht relative Ungewissheit hinsichtlich der Zahl der sich aus der Bewerberzahl ergebenden tatsächlichen Einschreibungen.

Als "erfreulich" bezeichnet der FH-Präsident die Tendenz der Zunahme der Bewerbungen für technische Studiengänge. Obwohl gerade in diesen Bereichen die Diskussionen um den neuen internationalisierten Abschluss am größten seien. "Die positiven Zahlen und die steigenden Tendenzen bei der Konjunkturentwicklung mit ihren ermutigenden Aussichten besonders für die Bauberufe haben uns veranlasst, die Bewerbungsfrist nicht nur für einzelne, sondern generell für alle Nicht-NC-Studiengänge bis zum 30. August zu verlängern."

Abdruck frei, Belegexemplar erbeten. Zeichen: 3.268, Wörter: 416.

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