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Brustkrebsfrüherkennung - Welche Wege führen zum Ziel?

23.08.2006 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Senologie

26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
31. August bis 2. September 2006, Internationales Congress Centrum Dresden

Brustkrebsfrüherkennung - Welche Wege führen zum Ziel?

Dresden, August 2006 - Ende nächsten Jahres soll das Mammographie-Screening zur Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland flächendeckend etabliert sein. Frauen zwischen dem 50. und dem 69. Lebensjahr haben dann alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust. Experten rechnen in dieser Altersgruppe durch das Mammographie-Screening mit einer Reduktion der Mortalität um zirka 30 Prozent. Etwa 20 Prozent der Brusttumoren bei Frauen treten jedoch vor dem 50. Lebensjahr auf, etwa 30 Prozent jenseits des 69. Lebensjahres. Rund 75 Prozent der Mammakarzinome werden daher innerhalb der so genannten kurativen Versorgung diagnostiziert. Weitere Details zum aktuellen Stand des Screening-Programms und dessen Auswirkungen werden Experten während der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Dresden erläutern.

"Eine Senkung der Mortalität aber auch Morbidität kann nur durch ein ganzheitliches und strukturiertes Qualitätssicherungskonzept erreicht werden. Ein strukturiertes Früherkennungskonzept muss auch jegliche andere diagnostische Versorgung außerhalb des Screenings beinhalten", fordert Professor Dr. med. Ingrid Schreer, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Senologie, im Vorfeld der Kongress-Pressekonferenz. Die Sensitivität einer Mammographie wird maßgeblich durch die Art des Brustgewebes der Frau beeinflusst. Schnell wachsende, aggressive Tumore sind in vielen Fällen dafür verantwortlich, dass das Mammographie-Screening versagt: Das Brustgewebe ist außerdem mitunter zu dicht, als dass es die Röntgenstrahlen diagnostisch zuverlässig durchdringen könnten. Die Treffsicherheit der Mammographie ist dadurch eingeschränkt. In diesem Fall ergänzt eine Ultraschalluntersuchung die Früherkennung. Nur wenn alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen qualitätsgesichert greifen können, ist auch der optimale Nutzen der Früherkennung voll ausschöpfbar. "Wichtig ist außerdem, parallele Strukturen zu verhindern. Denn diese behindern einander spätestens bei der notwendigen Abklärung histologische Befundsicherung und Therapie", so Professor Schreer.

TERMINHINWEISE

Kongress-Pressekonferenz
Donnerstag, den 31. August 2006, 11.30 bis 12.30 Uhr
Internationales Congress Center Dresden, Seminarraum 1

Aktueller Stand des Mammographie-Screenings
Donnerstag, 31. August 2006, 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Congress Center Dresden, Konferenzraum 2/3,

Ihr Pressekontakt für Rückfragen:

Silke Jakobi
Pressestelle
26. Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Senologie
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 89 31 163
Fax: 0711 8931 566
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen: http://www.senologie.org
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