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Evidenz-basiert oder patientenorientiert?

28.01.2003 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Die Orientierung an internationalen Therapie-Leitlinien und Qualitätsstandards spielt heute im Krankenhaus eine immer größere Rolle. Durch eine solche so genannte evidenzbasierte Medizin soll gewährleistet werden, dass der Patient eine optimale Therapie erfährt, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Die verschiedenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung, wie beispielsweise eine lückenlose Dokumentation erbrachter Leistungen, ist für die behandelnden Ärzten jedoch mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Bleibt da überhaupt noch genug Zeit für den Patienten? "Evidenzbasiert oder patientenorientiert - ein Konflikt in der Chirurgie?" Über diese nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Krankenhaus sehr aktuelle Frage diskutieren rund 100 Chirurgen aus dem gesamten Bundesgebiet bei der 9. Jahrestagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, die vom 31. Januar bis 1. Februar 2003 in Münster stattfindet.

Ausgerichtet wird diese Tagung von der Klinik für Allgemeine Chirurgie des Universitätsklinikums Münster. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Klinikdirektor Prof. Dr. Norbert Senninger. Mitveranstalter sind die B. Braun-Initiative "Good Clinical Practice" sowie die Ärztekammer-Westfalen-Lippe, in deren Räumen die Veranstaltung auch stattfindet.

Im Rahmen der Vorträge und Diskussionen werden die Teilnehmer der Frage nachgehen, ob sich evidenzbasierte und patientenorientierte Therapiekonzepte gegenseitig ausschließen oder ob sie sich nicht vielmehr sinnvoll ergänzen. Dabei werden insbesondere auch die Rahmenbedingungen, unter denen chirurgische Tätigkeit und Qualitätssicherung heute stattfinden, kritisch beleuchtet. Erörtert werden soll in diesem Zusammenhang beispielweise, inwieweit sich der Diagnoseaufwand möglicherweise reduzieren lässt. Gleichzeitig geht es auch darum, vorhandene Leitlinien kritisch zu hinterfragen.
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