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Eckart Rühl erforscht Umweltprozesse in der Atmosphäre

28.01.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Seit Oktober 2002 hat Prof. Dr. Eckart Rühl den Lehrstuhl für Physikalische Chemie I an der Universität Würzburg inne. Der neue Professor, der die Nachfolge von Friedemann Schneider antritt, arbeitet an grundlegenden Problemen der Umwelt- und Materialforschung.


Eckart Rühl Zum Forschungsprogramm von Prof. Rühl gehören umweltbezogene Studien über die Atmosphäre. Unter anderem werden Prozesse des stratosphärischen Ozonabbaus untersucht, die durch Sonnenlicht in Gang kommen. Hiervon erwarten die Forscher eine bessere Kenntnis der Mechanismen, die zur Bildung des Ozonlochs führen.

Rühl befasst sich auch mit langlebigen Umweltschadstoffen, wie zum Beispiel Pflanzenschutzmitteln, die sich global ausbreiten und in die Nahrungskette gelangen. Der Abbau dieser häufig an Partikel gebundenen Substanzen ist Gegenstand laufender Arbeiten. Darüber hinaus erforscht der Professor chemische und physikalische Eigenschaften des atmosphärischen Aerosols, das einen Beitrag zu globalen Veränderungen der Umwelt leistet.

Die Bearbeitung dieser Forschungsgebiete macht umfangreiche methodische Entwicklungen nötig, die ebenfalls im Arbeitskreis von Rühl vorangetrieben werden. Neben der angewandten Forschung widmen sich die Wissenschaftler auch der Grundlagenforschung. Unter anderem untersuchen sie mit spektroskopischen Methoden die strukturellen und dynamischen Eigenschaften der Materie beim Übergang vom Gas zur Flüssigkeit oder zum Feststoff. Aus diesem Bereich ergibt sich laut Prof. Rühl vor allem ein Anwendungspotenzial für neue Nanomaterialien.

Künftig sollen in Würzburg unter anderem neue, hoch intensive Quellen für kurzwellige Strahlung entwickelt und genutzt werden. Derartige Strahlen eignen sich für Untersuchungen an Clustern und Nanopartikeln sowie für Anwendungen in den Umwelt-, Material- und Lebenswissenschaften. "Diese Arbeitsbereiche lassen sich hervorragend in die Forschungsstruktur der Universität Würzburg integrieren, so dass sich neue Perspektiven für die Forschung und die interdisziplinäre Lehre eröffnen", sagt der neue Professor.

Eckart Rühl, 1958 in Berlin geboren, absolvierte das Chemiestudium an der Freien Universität (FU) in seiner Heimatstadt. Dort schloss er 1987 auch die Promotion im Fach Physikalische Chemie ab. Bis Ende 1989 folgten Post-Doc-Aufenthalte in Frankreich, England, Kanada und den USA.

Nach seiner Rückkehr an die FU habilitierte er sich dort 1993. Zwei Jahre später folgte er dem Ruf auf eine Professur für Experimentalphysik an der Uni Mainz, ein Jahr darauf übernahm er einen Lehrstuhl für Experimentalphysik mit Schwerpunkt Umweltphysik an der Uni Osnabrück. Dort baute er das seinerzeit neu eingerichtete Arbeitsgebiet Umweltphysik in Forschung und Lehre auf.

Kontakt: Prof. Dr. Eckart Rühl, T (0931) 888-6300, Fax (0931) 888-6302, E-Mail: eruehl@phys-chemie.uni-wuerzburg.de
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