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Die Volkskunde zu Markte tragen

28.01.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

"Die Volkskunde 'zu Markte tragen' ... Freiberufler und ihr Verhältnis zur akademischen Fachdisziplin": Unter diesem Titel veranstalten der Lehrstuhl für Volkskunde der Uni Würzburg und die Deutsche Gesellschaft für Volkskunde eine Tagung. Sie findet statt am Samstag, 1. Februar, ab 9.30 Uhr im Hörsaal 4 des Philosophiegebäudes am Hubland.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich verstärkt ein Markt für freiberuflich tätige Volkskundler und andere Geisteswissenschaftler gebildet. Sie unterstützen Kommunen, Behörden und weitere Institutionen, aber auch Privatleute und Firmen bei der Durchführung kulturwissenschaftlicher Forschungs-, Publikations- und Ausstellungsprojekte.

Diese wissenschaftliche Arbeit für den freien Markt ist anderen Zwängen unterworfen als in einer gesicherten Anstellung. Darum sei es für die wachsende Zahl freiberuflich tätiger Volkskundler an der Zeit, ihr Verhältnis zur akademischen Fachwissenschaft zu hinterfragen, so die Veranstalter der Tagung. Dass die Fragestellung aktuell ist, belege das rege Interesse auch aus dem Ausland: Rund 70 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet.

Zunächst soll diskutiert werden, welchen gegenseitigen Nutzen ein intensiver Austausch zwischen der Fachdisziplin und ihren Anwendern auf dem freien Markt bringt und mit welchen Maßnahmen dieser Austausch intensiviert werden kann. Weiterhin geht es um Erfahrungsberichte aus der Alltagspraxis, in denen das Verhältnis zwischen Wissenschaftlern auf Feststellen und projektweise hinzugezogenen freien Wissenschaftlern untersucht werden soll.

Die Veranstalter sind der Ansicht, dass die Volkskunde mit dieser Tagung eine Vorreiterrolle unter den zahlreichen benachbarten Disziplinen übernimmt. Wenngleich auch zum Beispiel in der Geschichtswissenschaft oder der Kunstgeschichte immer mehr magistrierte und promovierte Wissenschaftler freiberuflich ihre Dienste anbieten, sei eine Diskussion über diese Art der wissenschaftlichen Tätigkeit nirgends zu erkennen - "von einer Akzeptanz ganz zu schweigen", so die Tagungsorganisatoren.
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